Metallklemmen (?) für Massepunkte Kabelbaum

  • Die Sammelstellen für Massekabel im Kabelbaum sind mit so Metallklemmen oder Krampen verbunden. Wo bekomme ich sowas bzw. wie heißt das - und werden die auch mit der Crimpzange verarbeitet?

  • Hallo,


    du meinst glaub so etwas wie hier im Link: Mehrfach Flachstecker
    Original sind das glaub immer so 5-6 Anschlüsse auf einem Kreis, aber spontan finde ich im Netz nur die in dem Link.
    Die werden einfach an nem blanken Anschraubpunkt mit der Karosse verschraubt und dann steckt man die 6,3mm Flachstecker da drauf.


    PS: Müsste es doch auch beim Freundlichen geben, oder?


    Grüße Jens

  • Ne,
    denke eher, daß diese "Crimpklammern" gemeint sind, welche sich dann unter der Isolierung an einem Kabelbaum finden z.B. an der Masseleitung oder an + an "Abzweigungen" für Nebenstränge...


    MfG wolfi66x

  • Vielen Dank, aber ich meine was anderes: im Grunde sieht das ähnlich aus wie ein Metallröhrchen in das man alle Kabel reinsteckt und dann mit einer Zange (Crimpzange) dauerhaft zusammenkneift. Inzwischen ist mir ein möglicher Begriff eingefallen und nachdem ich diesen gegoogelt habe, kann ich sagen, dass ich das hier meine:
    https://www.conrad.de/de/klauk…D_BwE&hk=SEM&insert_kz=VQ
    Die Teile heißen also Stoßverbinder bzw. Pressverbinder.

  • Moin,
    diese Stoßverbinder gibt es in verschiedenen Varianten.
    Isoliert, für starre Leitungen, als T-Stück usw.


    Sie werden mit geeigneten Crimpzangen verarbeitet.


    Grüße

  • Zitat

    Original von babyboy
    Moin,
    diese Stoßverbinder gibt es in verschiedenen Varianten.
    Isoliert, für starre Leitungen, als T-Stück usw.


    Sie werden mit geeigneten Crimpzangen verarbeitet.


    Grüße


    Wie schon geschrieben wurde, normalerweise reicht ein "pressen" völlig aus. Wenn es ein reines "metallröhrchen" ist würde ich zusätzlich aber noch löten. Wenn du nicht gerade die Profi Crimpzange für 400€ im Besitz hast, würde ich nicht drauf vertrauen das dies auf ewig hält.


    Weiterer Vorteil beim nachträglich löten: Es kann nicht oxidieren bzw. nicht in dem Maß wie es beim gecrimptes Kupferkabel ist.

  • Zitat

    Original von Mail Man G40
    Vielen Dank, aber ich meine was anderes: im Grunde sieht das ähnlich aus wie ein Metallröhrchen in das man alle Kabel reinsteckt und dann mit einer Zange (Crimpzange) dauerhaft zusammenkneift. Inzwischen ist mir ein möglicher Begriff eingefallen und nachdem ich diesen gegoogelt habe, kann ich sagen, dass ich das hier meine:
    https://www.conrad.de/de/klauk…D_BwE&hk=SEM&insert_kz=VQ
    Die Teile heißen also Stoßverbinder bzw. Pressverbinder.


    Mir ist leicht "übel" geworden als ich kürzlich meinen Motorkabelbaum neu eingewickelt habe ich diese Verbindung dabei auch frei lag.
    Ich würde einen ausreichen großen Quetschverbinder verwenden, zuquetschen und den Schrumpfschlauch erwärmen. Über das ganze noch einen Schrumpfschlauch drüber. Um die einzelnen Kabel etwas "Katzenscheiße" (Butyl-Dichtschnur wird der Lagerist eher kennen/finden) wickeln und darüber den Schrumpfschlauch "schrumpfen. Dann ist es WIRKLICH dicht und dauerhaft haltbar.

    Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und Autos die aus Japan sind!

  • Für sowas nehme ich nichtisolierte Aderendhülsen aus der Installation (Schaltschränke usw.)
    Bei kleineren Querschnitten auch einen nichtisolierten Kabelschuh, an dem ich die überflüssige Zunge abschneide.


    Zum Verquetschen die passende Zange speziell für nichtisolierte Kabeschuhe.

  • Danke für die umfangreiche Hilfe!


    Inzwischen ist alles erledigt mit einer selbstgebauten Presshülse, die ich mit meiner Crimpzange für Steckkontakte gepresst habe. Zusätzlich habe ich die Stelle noch etwas verlötet.
    Wen es interessiert: es waren in meinem Fall zwei schadhafte Stellen zu reparieren - jeweils die Masseleitungen vom Scheibenwischermotor und die vom Scheibenwischerschalter Lenkstockhebel. Diese sind jeweils bis zum Massesammelpunkt abgebrannt. Die Ursache ist nicht ganz klar, offenbar eine Kombination aus einem klemmenden Schalter und einem schwergängigen Motor/Gestänge. Nach dem Ersatz der Masseleitungen plus Erneuerung von Lenkstockhebel und Relais sowie neuer Schmierung des Gestänges (>2,5A -> <1,8A) läuft nun wieder alles; die Isolation ist hier nicht von Belang da wieder alles unter neuem Bougierrohr verschwunden ist. Wenn das wieder 32 Jahre hält, bin ich zufrieden.

  • "Isolation" ist Masseseitig eh eher untergeordnet. Hier zählt eher der Korrosionsschutz.
    Aber nach dem verlöten sollte das auf ewig halten.

    Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und Autos die aus Japan sind!

  • Zitat

    Original von Rennmechaniker
    Aber nach dem verlöten sollte das auf ewig halten.


    Naja, es hat schon seinen Grund warum Löten am/im Kabelbaum nicht als valide Verbindungsart gilt...

    "99 Prozent aller Zitate im Internet sind frei erfunden !" - Abraham Lincoln

  • Spontan fallen mir 3 Dinge ein:


    1. Kabelenden, die angeschraubt oder gepresst werden: Durch das Fließen des weichen Zinns kann sich die Verbindung lockern. Folge: Übergangswiderstand, Überhitzung, schlimmstenfalls Brand. Saubere Lösung sind verpresste Aderendhülsen.
    2. Bei starker Vibration oder wechselnder Biegung versprödet das Zinn und bricht
    3. säurehaltiges Flussmittel greift Material an. Bildung von Oxidschichten im Kabel.


    Liste darf gern ergänzt werden...