Bitte um Ratschlag / Polo 9N Motorschaden!

  • Hallo zusammen,


    habe mir im Februar 2020 eine Polo 9N (Dreizylinder, 1,2) gekauft, Bj. 2004, KM jetzt 134 tausend.


    Von Anfang an etwas ruckelig im Leerlauf, ich selber schob das auf den Dreizylinder zurück. Ließ dann eine Fehlerauslesung machen, Zündkerzen mussten dringend neu, danach und nach dem Tausch des Kraftstofffilters lief er gan OK bis auf den leicht unruhigen Lauf im Stand.


    HEUT ging dann die Motorleuchte an, erneute Fehlerauslesung, Zündfehler auf Zylinder 1 und Kompression messen lassen, der Chef sagte mir ist ein Motorschaden. Klar kann man einen Zylinderkopf usw. wechseln, kostet aber viel. LOHNT sich sowas nach eurer Einschätzung überhaupt noch?


    Da ich den Polo im Februar gekauft habe, ist doch noch Garantie drauf?

  • OK folgendes habe ich gefunden:

    Trotzdem ist guter Rat gefragt.

    ich melde mich nach laengerer Zeit wieder mit neuen Infos die ich gerade heute aktuell bekommen habe. Und zwar handelt es sich hier um Probleme die bei den 1.2 6V aber auch 1.2 12V auftreten und darueber auch hier sehr sehr viel diskutiert wurde.




    DAS PROBLEM...



    Der Motor 1.2 6V und 1.2 12V hat einen serioesen Konstruktionsfehler das endlich auch VW zur Zeit unoffieziel aber bald vielleicht auch offiziel zugibt: Die Konstruktion von dem Motor in Verbindung mit Katalysator nah an dem Zylinderkopf ist Fehlerhaft was fuehrt zu folgenden Problemen:



    - ruckeln und alle moegliche vibrationen aus Motorraum


    - unruhiger Leerlauf


    - ploetzlicher Abfall vom Drehzall




    WIE ES DAZU KOMMT...



    Das Problem ist laienhaft beschrieben folgendes:


    Der Katalysator der sich bei dem 1.2 3-Zylinder im Mottorraum befindet - sehr nah am Zylinderkopf - hat eine Fehlerhafte Konstruktion und zwar geht es darum das er die Abgase vom Motor beim ploetlizchen loslassen vom Gaspedal nicht mehr handeln kann und ins Auspuffrohr fuehren kann sonder wegen schlechtem Druck kehren diese Abgase vom Katalysator zurueck zum Motor und zu dem Zylinderkopf von dem vorher die Abgase durch Auspuffventile ausgelassen wrden. Hier trifft das Problem das diese Abgase sehr hohe Temperatur haben was dem Zylinderkopf nicht gut tut und der Zylinderkopf deformiert sich langsam in laufe der Zeit und auch die Ventille werden belastet und beginnen sich zu beschaedigen. Konsequenzen sind rapider Abfall vom Zylinderdruck und ruckeln, unruhiger Leerlauf usw.



    Das Problem betrifft alle 1.2 Motoren am meisten die 6V version die 12V ist da ein bisschen besser drauf wurde mir aber nicht exakt gesagt warum.




    KONSEQUENZEN...



    Dieses beschriebene Problem fuehrt zu einer deformation vom Zylinderkopf und Ventilen was zu einer Reparatur fuehrt die nicht gerade billig ist. Man muss den Zylinderkopf mit Ventilen komplett tauschen was alleine mit Materialkosten um die 800 EUR kostet zzgl. Arbeit. Insgesamt muss man bei dieser Reparatur mit 1.000 EUR rechnen.




    BACKGROUND...



    Diese Information habe ich von meinem guten Freund der bei VW Werkstatt arbeitet und diese Information wurde auf einer Schulung von VW Leuten mitgeteilt. VW kennt also dieses Problem weiss endlich wie der Problem auftrifft ABER man hat keine ultimative Loesung dafuer. Wenn man den Zylinderkopf komplett tauscht ist das wieder nur eine Loesung fuer begrenzte Zeit weil der Prozes wird immer derselbe sein und der Zylinderkopf wird von Abgassen wieder und wieder belastet das heisst es ist nur die Frage der Zeit wann wieder dieses Problem auftretten wird.




    z.B. mein Polo 1.2 6V hatte diese Krankheitsyndrome schon einige Zeit. Vor einem Jahr wenn der Polo 117.000 km hatte wurde der Zylinderkopf bei VW repariert, das koennen Sie in diesem Thread lesen. Damals habe ich also nur Ventille gewechselt jetzt wenn ich 143.000 km auf dem Tacho habe ist das Problem wieder da und ich stehe gerade vor der zweiten Reparatur wo ich den Zylinderkopf wegen Deformation komplett tauschen muss.



    Dieses Problem trifft aber auch bei neuen Autos aus aktueller Produktion auf, mein Freund hatte in der Werkstatt ein Jahr altes Polo mit dem 1.2 6V Motor der nach 30.000 km diese Probleme schon hatte. Man kann also nicht generel sagen wieviel der Motor haelt wie viele kilometer der noch leistet eins ist aber klar - komplette Loesung fuer dieses Problem gibt es vom VW nicht. Ja und noch so bei Seite - Seat Ibiza und Skoda Fabia sind mit diesem Syndrom selbstverstaendlich auch belastet ist halt Motorkonstruktionfehler.

  • Hallo,


    ob da die von dir angesprochene Garantie zum Erfolg führt glaube ich kaum, drücke jedoch die Daumen falls du es versuchen möchtest. Ob OK oder nicht wird der Händler sicher immer erstmal die Schiene fahren, dass der Polo bei Kauf ok war.


    Von Kolbenkippern, Steuerketten und sonstigen Problemen bei den kleinen Dreizylindern hört man ja immer wieder.


    Ob sich eine Reparatur oder der Einbau eines gebrauchten oder überholten Motors (gibt’s / gab’s ja für etwas über 1k€ im Netz) „lohnt“ muss ja jeder für sich entscheiden. Die Frage ist halt ob du den dann länger fahren möchtest oder „nur“ als Alltagswagen verwendest und jederzeit durch einen anderen PKW ersetzen könntest. Aus rein wirtschaftlichen Gründen könnte das nun je nach Zustand , Ausstattung usw. ein Totalschaden sein.



    Grüße Jens

  • Danke für deine Antwort,


    ja genaugenommen ist es sicherlich ein Totalschaden, muss mir also überlegen ob man da nochmal über 1.000 € reinsteckt. Wenn ich wüßte, was ich nicht weiß, dass ich dann nochmal 50.000 damit fahren könnte, würde ich es machen, da für ein anderes Auto, also ein vernünftiges im Moment kein Geld da ist.

  • hallo


    ne druckverlustprüfung wäöre sehr aufschlussreich wo denn der verlust ist , einfach so hat man ja nicht eben mal 4 bar weniger auf einem zylinder


    sowas kostet nicht wirklich viel > kann man wenn nen kompressor vorhanden ist auch selber durch führen denn nen druckverlustprüfer kostet auch nicht so viel , das teil gibt´s für ~50 €


    Mfg Kai

  • Moin,


    es gibt einfach Motoren, um die man besser nen weiten Bogen macht....


    Fabrikneuer Schrott, den vw da in Umlauf gebracht hat....



    [x] <= Hier Nagel einschlagen für neuen Monitor!


    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    (A. Einstein)

  • hallo


    aber es lässt sich genauer feststellen ob es im bereich der ventile liegt > einlass / auslass , oder ob es eventuell ein problem am kolben ist


    neuer kopf muss es nicht zwangsweise sein , die ventilsitze und ventile kann man auch ersetzen und aufarbeiten


    nur macht sowas nen 0815 vw werkstatt nicht weil einfach neuer kopf drauf schnell geht


    Mfg Kai

  • Brauche nochmal euren Rat.


    Der Motor ist nun repariert, waren die Ventile.


    Nun hatte ich schon vorher so ein pfeifendes oder summendes Geräusch, welches sich geschwindigkeitsabhängig erhöht, ab 85 km/h ist es dann weg.

    Dachte wären evtl. die Radlager, die Werkstatt sagt nein, könnten die Reifen sein.

    Hatte auch schon an das Getriebe gedacht, aber von der Ortung her kommt es nicht aus dem Motorraum sondern von rechts (eher hinten, möglicherweise aber auch von vorne). Hört aber wie gesagt bei über 80 auf und auch bei 140 ist es nicht zu hören, komplett weg.


    Von Radlagern kenne ich auch nur, sie klackern aber ein pfeifendes Geräusch?

    Der Mann von der Werkstatt wusste da nichts mehr.


    Hat da jemand eine Idee?

  • Jens

    Danke für den Ratschlag, war das Geräusch denn auch ab einer bestimmten Geschwindigkeit weg?

    Also wenn es der WDR ist, dann könnte das Geräusch ja passen.


    @Olli

    Mhm ja die hatten den Motor zwar auseinander (auch Steuerkette gewechselt) da wäre natürlich eine defekte Spannrolle nicht aufgefallen.


    :/:/:/:/:/

  • Eventuell Riemen der Lichtmaschine, Spannrolle, Lichtmaschine selber?

    LiMa wäre aus meiner Sicht nicht geschwindigkeitsabhängig sondern drehzahlabhängig.



    war das Geräusch denn auch ab einer bestimmten Geschwindigkeit weg?

    Ja, war es. Es waren exakt die von dir beschriebenen Symptome. Es war die folgende Bemerkung von dir:

    von der Ortung her kommt es nicht aus dem Motorraum sondern von rechts

    die mich wieder an das Drama erinnerte.


    Ich bin fast duchgedreht bei der Fehlersuche zumal damals auch Tank, hintere Bremsen und Radlager erneuert wurden. Und in der ersten Saison war auch im Stand oder beim Schieben nichts zu hören.

    Nachdem der Wagen über den Winter stand habe ich ihn im Frühjahr bei der Inbetriebnahme geschoben und dabei hörte ich dann ein Geräusch von hinten. Damit konnte ich den Ort zumindest auf Mitte der Radnabe eingrenzen. Da es kein metallisches Geräusch war kam eigentlich nur der RWDR in Betracht woraufhin ich diese beidseitig erneuerte. Damit war das Geräusch dann weg.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück und die nötigen Nerven!


    Gruß,

    Jens

  • Hallo,

    wenn es ein Konstuktionsfehler ist, wird es früher oder später wieder auftreten, daher ist es vielleicht besser, du suchst dir was anderes, sonst stehst du nächstes Jahr wieder da mit kaputten Motor.

    Wir hatten auch mal einen Lupo mit Motorschaden in der Werkstatt, bei dem Motor gingen die Gerüchte um, daß die Ölversorgung im Winter gerne zufriert -> Folge Motortotalschaden!

    Echt traurig, wie wenig die Autohersteller sich kümmern.

    Aber schnell so ein Schunt verscheuert und ist ja nicht mehr denen ihr Problem, hauptsache die Kohle eingesteckt.

  • Vielen Dank Jens, für die Hilfe.


    Ich hatte heute eine Beifahrerin die ich nacht der örtlichen Herkunft des Geräusches fragte, ohne sie vorher durch meine Meinung zu beeinflussen.

    Meine Ortung war hinten rechts (der KFZ-Mann sagte es käme von vorne). Meine Beifahrerin war sich sicher von hinten, rechts oder links konnte sie nicht sagen.

    (Witzig ist, dass ich heute kurz auf der Autobahn war und so 160 km/h gefahren bin, danach war das Geräusch für kurze Zeit weg:))

  • Hallo Kritzel,


    stimme dir da zu, man muss sich überlegen, mein Derby Bj. 1980 hat einen funktionierenden Motor, ein Polo Bj. 2004, da hat man einen Behelfsmotor eingebaut, da war wirklich der letzte Dilettant mit beauftragt und danach hat keiner einen Blick auf seine Arbeit geworfen. Ist schon unvorstellbar, wenn man genau darüber nachdenkt.

    Nun der von der Werkstatt hat auch was von dem Öl, welches nicht abläuft erzählt, er muss und wird nicht ewig halten, aber ein bischen wird er es jetzt hoffentlich noch schaffen.

    Wenn ich da ein meinen MAZDA 323 F V6 denke, der lief mit 335.000 immer noch, es musste lediglich der Kurbelwellensimmering gemacht werden, nach der Leistung in Ordnung, ich hatte ihn aber abgegeben weil nun zu dieser Reparatur auch noch Rost an Schwellern und Radläufen hinzukam.