Polo 86c NZ Leerlauf plötzlich auf 1600 Touren

  • Hallo liebe Leute,


    hier meldet sich das wohl einzige Exmplar des Idioticus Keniansis (ist ein Insider-Witz, der sich auf ein früheres "Problem" bezieht...) wieder einmal zu Wort.


    Kurz die Vorgeschichte:

    Ich war mit dem guten Stück (Polo 86c Steilheck, BJ 1990, NZ Motor, knapp 284000 km) in der Werkstatt, WaPu tauschen und KGE-Schläuche und -Ventil reinigen. (Wasser kam aus der Dichtung der Pumpenachse, und Öl aus dem Peilstabrohr und Öl-Einfülldeckel...) und bei der Gelegenheit auch LuFi (war mit Staub dicht, aber kein Öl drin).

    Alles gut. Timing/Zahnriemenspannung während des Zusammenbaus mehrfach kontrolliert, einschließlich nach zweimaligem Durchdrehen per Hand und dann nochmals nach einem kurzen Testlauf bis ca. 2000 Touren.

    Alles zugemacht, und dann haben die Jungs in der Werkstatt den Motorraum und den Wasserfangkasten mit Druckluft ausgeblasen. Jede Menge Staub und Dreck, hier ist es heiß und trocken.

    Werkstatt bezahlt und nach Hause gefahren, ungefähr 5km, alles normal. Das war am Dienstag vor einer Woche. Bin dann am Mittwoch normal von Kunde zu Kunde gefahren, ohne Probleme zu haben. Das können wohl insgesamt nicht viel mehr als 20-30 km gewesen sein.

    Am Donnerstag war ich ca. 10km gefahren, bei durchschnittlich 40km/h (viel Lkw-Verkehr, kaum eine Chance zum Überholen. Bin schließlich in Kenia an der Küste, da läuft meist alles ein wenig gemächlicher). Vor einem Speedbump schalte ich ohne Gas runter in den 2. Gang, lass die Kupplung kommen - und das Schwein beschleunigt... Nicht ein bisschen, sondern heftig!

    Leerlaufdrehzahl ist plötzlich hoch auf 1600 rpm, gerade so, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Maschine läuft völlig normal, ohne irgendwelche Zicken, halt nur viel zu hochtourig im Leerlauf.


    Was habe ich schon gemacht?


    - Blauen Temp-Sensor geprüft, ok.

    - Zusatzluftschieber und Schlauch zum DK-Modul geprüft, ok.

    - Verbindung zum Bremskraftverstärker geprüft, scheint ok.

    - LMM geprüft, ok.

    - DK-Schalter geprüft, ok. Schließt im Leerlauf und bei Vollgas, dazwischen offen.

    - Gaszug geprüft, alles frei beweglich, nichts blockiert oder verklemmt.

    - DK-Modul äußerlich durchgesehen, alles freigängig, nirgend was eingeklemmt oder ähnliches.

    - CO entsprechend Digijets Anleitung zur Grobeinstellung geprüft/eingestellt (ganz rein, dann 7,5 wieder raus)

    - Um die Büchse fahren zu können, ohne am Spritverbrauch total zu verarmen, die Leerlaufschraube ganz reingedreht. (das hat den Leerlauf zumindest mal auf 1100 rpm reduziert). Außerdem ist die Maschine hier in unserem Klima bei 1600 Leerlauftouren sehr schnell sehr heiß geworden. Viel Stop and Go...


    Es sei noch anzumerken, dass er immer noch (ein wenig) Öl aus dem Peilstabrohr raushaut. Dazu später noch ein oder zwei Fragen.


    Was habe ich (noch) nicht gemacht?


    - Lambda prüfen (?)

    - DK-Modul öffnen und reinigen (?)

    - DK-Papierdichtung prüfen (?)

    - Zündzeitpunkt prüfen (sollte es wohl auch nicht sein, da haben wir ja nix angefasst)

    - Zahnriemen prüfen (Halte ich jetzt allerdings für unnötig, kann mir nicht vorstellen, dass er gesprungen sein sollte. Außerdem läuft sie ja astrein mit guter Leistung. Nur der Leerlauf ist eben sehr hoch)


    Und jetzt... kommt der Knaller: Heute war ich unterwegs (ca. 1 Woche und 160km nach der mirakulösen Drehzahlselbstanhebung) und plötzlich, wieder als hätte jemand einen Schalter gekippt, ist der Leerlauf so im Keller, dass die Büchse abstirbt sobald ich vom Gas gehe. Habe jetzt unterwegs (man ist ja vorsichtig geworden in 25 Jahren Kenia und hat daher den passenden Schraubendreher dabei...) die Leerlaufschraube wieder soweit rausgedreht, dass er einigermaßen passt (nach Gehör, ca. 800-900 Touren und sauberer Lauf ohne Zicken).


    Bin im Moment noch beim Kunden und mal gespannt, wie sich das nachher auf der Heimfahrt darstellt.


    Hat irgendjemand so eine Geschichte schon gehört oder erlebt? Hat jemand eine mögliche Erklärung? Ich glaube eigentlich nicht wirklich an die "sich selbst reparierende Waschmaschine", auch wenn mir so was schon ein paar Mal untergekommen ist.


    Jetzt noch schnell zu den Fragen betreffend KGE:

    Der "Halbmond" unten am Motorblock, an den man so "wunderbar" herankommt, speziell beim Einbau - macht es Sinn den rauszureißen und zu reinigen? Ist da wirklich ein Sieb drin, das sich zusetzen kann? Ich würde mir das ungern antun, wenn es eigentlich sinnlos ist. Man wird ja leider auch nicht jünger, und eine Grube gibt es hier nicht. Zumindest keine, an die ich mit dem Polo drankäme.

    Nächste Frage: In einem anderen Forum habe ich gelesen, dass jemand das kleine Loch im Ventil (ganz oben auf der KGE-Mimik) zur Verbesserung des Druckabbaus auf 6mm aufgebohrt hat... Sinnvoll? Nicht sinnvoll? Mögliche Nachteile? Ich muss gestehen, dass ich die Funktionsweise dieses "Ventils“ (noch) nicht wirklich verstanden habe…


    Ich freue mich schon wieder auf Eure geneigten Kommentare!


    LG aus Kenia

    Andy


    Mutig ist, wer Durchfall hat und trotzdem pupst. (Olaf Schubert)

  • Der Kenianer wieder :)

    Also DK-Schalter auch mal am STG-Stecker gemessen ?

    Falschluft würde ich mal ausschließen, weil dann wäre das Problem dauerhaft.

    Ich würde mal vermuten, das es am Luftmengenmesser liegen könnte. Da ist so ne Art Poti drin, wo irgendwann mal die Schleifbahn durchgeschliffen ist.

    Dazu wird aber sicher Digijet genaueres wissen.

    Was den Ölverlust betrifft, würde ich meinen, das der vom Verschleiß des Motors kommt; der Motor drückt dann so viel Verbrennungsgase an den Kolbenringen vorbei, das das zu viel für die Kurbelgehäuseentlüftung ist und das Öl auch am Peilstab und Einfülldeckel rausgedrückt wird.

    Hierzulande würde ich auf einen frischeren Motor aus dem (neueren) Polo 6N zurückgreifen ... aber in Kenia ....hmm.

    Mal sehen, was der Digijet so meint.

    Grüße

    Jörg

  • Hallo Jörg,




    DK-Schalter-Signal muss am STG anliegen, da die Schubabschaltung einwandfrei funzt, wenn ich vom Gas gehe.



    Als ich heute nach Hause kam, war mein erster Weg zum Drehzahlmessgerät, der Motor war ja schön warm, also ideal zum Prüfen/Einstellen des Leerlaufs. Hatte mich bei meiner Feldeinstellung nach Gehör dann doch um einiges nach oben vertan. Er lief jetzt auf 1000 rpm. Schnell noch korrigiert auf ca. 900. Jetzt werde ich mal schauen, wie sich das Ganze morgen verhält...



    Ich hatte wegen des Ölverlusts auch schon an Verschleiß gedacht. Allerdings fürchte ich, dass wir uns dem Lebensende des treuen kleinen Autos nähern. Ersatzteile an Land zu ziehen wird hier immer schwieriger (Wen wundert es bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse, das 32 Jahre alt ist?). Mir ist schon klar, dass es Möglichkeiten gäbe, Teile aus Deutschland oder England zu besorgen, sofern noch verfügbar. Aber sie nach Kenia zu schaffen, würde wohl in vielen Fällen den Rahmen jedes vernünftigen und gerechtfertigten Kostenaufwands sprengen, wenn man die Relation zum Fahrzeugwert berücksichtigt. Einzig der Arbeitslohn für die sogenannten Mechaniker hier ist verglichen mit Deutschland sehr gering. Allerdings haben die Jungs auch nicht wirklich Ahnung. Da wird dann gerätselt wie das eine oder andere Teil aus- oder eingebaut wird. Schrauben und Muttern kommen nie wieder an den Platz zurück, wo sie eigentlich hingehören, und Unterlagscheiben, Federscheiben und ähnliches verdampfen auf immer und werden nie wieder gesehen. All das, wenn man nicht nonstop daneben steht und ihnen heftig auf die Finger haut wenn sie drauf und dran sind, Scheiße zu bauen. Manchmal auch nicht ganz einfach… Die leben meistens nach dem Motto vergiss einfach, was der dumme Europäer sagt und machen es genau umgekehrt wie vorher erklärt. Das hat mich hier schon einiges an Nerven gekostet. Die glauben einem einfach nicht, dass man das Fahrzeug und dessen Technik besser kennt als irgendein angelernter Bolzenanreicher (sie selbst, nämlich). Und sie würden auch ums Verrecken nicht zugeben, dass sie das Modell überhaupt nicht kennen oder (noch schlimmer) ehe sie zugeben, dass sie keine Ahnung haben und nicht wissen wie sie weiterkommen, pfuschen sie irgendwas zurecht und versauen es am Ende komplett. Wenn man nicht dauernd daneben steht und aufpasst…


    Wie auch immer - noch läuft sie ja, die gute. Ich bin auch gespannt, was Digijet und die anderen vielleicht noch zu sagen hätten. Ich habe das Gefühl, das Leerlaufthema ist noch nicht wirklich ausgestanden…


    Herzliche Grüße!

  • Hallo nochmal, kurz...

    Du schreibst ja immer ne Menge ... :)

    Und den "Smalltalk" kann ja die ganze (vernetzte) Welt sehen .

    Aber interessant.

    Betr. Polo verschrotten sollte man sich überlegen, neuere Fahrzeuge werden ja nicht einfacher und billiger im Betrieb ( vor Allem mit den "Spezialisten") . Rost sollte ja in Kenia kein Problem sein.
    Vielleicht wäre es auch gut, wenn Du dir mal n Bastelbuch " Jetzt helfe ich mir selbst" anschaffst ( n Tipp aus dem vorherigen Jahrhundert eigentlich ). Damit ( und etwas Werkzeug) kann man sich die Werkstatt sparen, und man weiß, wer es vermurkst hat.

    So Benzinpumpen-Stecker bspw...

    Wg Teile noch : 86c Teile sind ja auch in anderen Modellen zu finden.

    Und hier gabs glaub ich mal n User "Steinonkel".

    Der hat seinen Derby mit nach Amerika genommen und hält den dort am Laufen.

    Nu ists aber gut ...

  • Hallo Andy,


    bin zwar ein anderer Carsten, gebe aber trotzdem mal meinen Senf dazu. :P


    Ich bin der Meinung, dass solche Drehzahlsprünge entweder durch Falschluft oder durch schlechte oder zeitweise nicht vorhandene Masseverbindungen zustande kommen könnten.

    Wenn bei Dir am Motor so viel geschraubt wurde, würde ich mal sämtliche Masseschraubverbindungen anschauen, ob alles vernünftig festgeschraubt wurde. Ich habe selbst mal einen NZ-2er-Polo an eine Kollegin verkauft, die kam dann später mal mit komischen Phänomenen zu mir. Der Motor sprang schlecht an, lief total unrund im Leerlauf auch teilweise mit Drehzahlsprüngen. Nach einiger Suche stellte sich die Masseverbindung, also die M8-Mutter an der Karosserie vorne bei der Lichtmaschine, als Fehlerurache heraus. Die Mutter hatte sich gelöst und nur noch zeitweise gute Masseverbindung. Hab ich nur zufällig gesehen, weil dort beim Starten des Motors kleine Funken sprühten... :oops: Naja, Mutter festgezogen, Fehler weg! Gerade im Hinblick auf Deine Aussagen, dass die Kollegas bei euch gerne U-Scheiben, Federringe, Zahnscheiben u.ä. weglassen. An der Ansaugbrücke gibt es ja auch noch einen Massepunkt mit mehreren dünnen Kabeln.


    Desweiteren würde ich nach den Unterdruckschläuchen schauen. Fehlt vielleicht irgendwo eine Schelle oder ist eine nicht richtig angezogen? Kann der Schlauch bei Erschütterung Luft durchlassen? Natürlich speziell nach/hinter der Drosselklappe. Würde ich alles mal checken, gerade wenn die Mechaniker dort dran waren.


    Es gibt auch dumme Fehler, die man sich selbst einbauen kann. Sowohl ich selbst als auch ein Bekannter von mir haben schonmal - sagen wir mal Dinge ;( - im Ansaugweg vergessen, die sich irgendwann nach einiger Zeit in der Drosselklappe(nwelle) verhakten und diese so blockierten, dass die DK ein Stück offen stand und heftige Gasstöße verursachte. Diese "Dinge" waren jeweils Lappen oder Werkstatttücher, die z.B. im LMM oder dessen Ausgang nach einer Reinigung vergessen wurden. Vielleicht hat die Werkstatt ja auch bei Dir während der Reparatur zum Schutz "Dinge" in die Ansaugwege gesteckt... :/ :)


    Also, prüf die Sachen doch mal, mehr wüsste ich jetzt nicht auf die Schnelle. Spritversorgung, Zündung oder falsche Steuerzeiten würde ich jetzt mal ausschließen.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg und beneide Dich etwas um die warmen Temperaturen, die ihr vermutlich da unten habt...


    Viele Grüße aus dem Rheinland

    Carsten

  • Hallo Carsten und alle anderen,



    bisher läuft sie normal, seit ich die Leerlaufdrehzahl wieder anheben musste. Ich werde das auf alle Fälle im Auge behalten und ggf. auch durch Deine Checkliste gehen. Erstmal gehe ich jetzt davon aus, dass die Pressluft beim ausblasen doch irgendwo ein Aststück oder ein Stück Laub irgendwo hingeblasen hat, wo es dann mechanisch etwas blockierte. Muss ja gar nicht groß dewesen sein, und vermutlich leicht zu übersehen. Ich denke da z.B. an den Anschlag für DK-Nullstellung... Was dumme selbsteingebaute Fehler angeht, habe ich da letztes Mal selbst eine unschöne Erfahrung gemacht... Wenn Dich das interessiert, hier der link zum Beitrag:





    @Jörg:


    Buch ist vorhanden... Habe die letzten 25 Jahre sowieso aus den schon genannten Gründen alles selbst gemacht (außer Karosserie und Lackierung).


    Und Rost ist hier an der Küste (Indischer Ozean) leider doch ein Riesenproblem. Ich habe in den 25 Jahren den Polo vier Mal "flicken" lassen müssen, weil er an diversen Stellen durchgerostet war. Eigentlich wäre er auch schon wieder "fällig". Aber das letzte Angebot für die Karosserie-Reparaturen und Lackierung belief sich auf "nur noch" 90,000 Kenianische Schillinge, was im Moment etwa 700 Teuronen entspricht. Um ehrlich zu sein übersteigt das meine Verhältnisse. Habe gerade 650 Euro für eine Getriebereparatur hinlegen müssen, um die Büchse am Laufen zu halten (und das war schon viel mehr, als ich mir mal eben so aus dem Ärmel schütteln kann). Die haben dann im Getriebe zwei Lager ausgetauscht und sämtliche Zahnräder bei einer "Engineering"-Bude überarbeitet. Bisher ist alles gut. Ich hoffe nur, dass die refurbishten Zahnräder nicht zu schnell wieder den Bach runter gehen ("refurbishten"... Mann, Mann, Mann. So eine Mischung aus Englisch und Deutsch sieht vielleicht scheiße aus, oder?)


    Wie auch immer, ich habe ein bisschen Angst davor, die 700 Euro für die Karosserie noch zu investieren. Das dürfte den Wert des Polo wohl um einiges übersteigen (wie auch schon die Getriebereparatur). Muss mit Kohle wirklich vorsichtig sein, das Geschäft läuft eher bescheiden. Was, wenn morgen die Maschine stirbt? Oder ein halbes Jahr nach den Karosseriearbeiten? Man steckt ja nun doch nicht wirklich drin in dem guten Stück, schon gar nicht als Laie.


    Jetzt schreibe ich schon wieder so viel... Ich kann da nicht raus. Wenn ich mal angefangen habe, läuft es einfach so weiter. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben.


    Schnell noch ein Wort zu Karosseriearbeiten: DAS können sie hier richtig gut. Die dengeln aus einer Blechtafel per Hand jede nötige Form zurecht, um durchgerostete oder völlig zerknitterte Teile (Unfall) zu ersetzen. Allerdings ist in dem Material meist auch schon der Rost drin, was dann zur Folge hat, dass es nur 5 bis 6 Jahre hält. Na ja, und über Schweißnähte sprechen wir lieber nicht. Das ist eher Heißkleben als Schweißen, was hier gemacht wird. Meistens...


    Selbstverständlich hast Du Recht, was bei dem Auto die Beherrschbarkeit der Technik bezüglich Reparaturen und Fehlersuche angeht. Aber was hilft es, wenn man die nötigen Teile (wenn überhaupt noch) nur nach Wochen oder zu völlig überhöhten Kosten aus Europa bekommt. Ich habe hier an der Küste in den 25 Jahren (außer meinem) einen (!) einzigen Steilheck-Polo gesehen (vor gefühlt 20 Jahren), und danach nie wieder einen. Natürlich bekommt man noch einige Teile, auch hier, aber das Angebot ist erheblich am Abmagern. Und an den Ersatz eines LMM z.B. wage ich gar nicht zu denken... Wenn es dann ein Teil gibt, braucht es oft drei Anläufe bis endlich das korrekte Teil auf dem Tisch liegt. Trotz Einsendung des ausgebauten Altteils zum Händler. Stress!

    Am Ende muss es in meinem Fall eine Kosten/Nutzen-Rechnung bleiben. So ist das leider. Ich würde ihn auch gerne noch weitere dreißig Jahre fahren, glaubt mir das mal. Aber das wird wohl nix werden.


    Ich melde mich auf alle Fälle nach einiger Zeit nochmal, wenn alles gut bleibt. Sollte das Problem plötzlich wieder auftreten, natürlich sofort.

    Übrigens sind wir hier 2 Stunden weiter als Deutschland währen der Normal(Winter)zeit. Daher wird es oft so sein, dass ich erst am nächsten Tag auf Eure Posts antworte, wie schon geschehen.


    Bleibt noch meine offene Frage zur KGE-Ventil-Bohrung... Kann jemand was dazu sagen?


    Und jetzt ist es wirklich genug für heute. Ist ja ein halber Roman geworden...


    Herzliche Grüße aus dem heißen Kenia. Carsten, es ist leider auch SEHR trocken und staubig im Moment.

    Andy

  • Tag

    Ja, viel Text wieder, aber, wie geschrieben, ganz interessant.

    Meine Idee zur KGE : Du willst ja wissen, ob die durchgängig ist. Also ausprobieren : Du ziehst den Schlauch der KGE MIT DEM PLASTIKVERBINDER bzw dem "Druckregelventil" aus dem Verbindungsschlauch LMM-Drosselklappe.

    Die Öffnung in dem dicken Schlauch verschließen ( sonst Falschluft, wir haben fruher Weinflaschen-Korken reingesteckt).

    Motor starten und am Schlauch fühlen, wieviel Luft ausströmt. Das Gleiche auch ohne das Druckregelventil ( Unterschied?). Danach nochmal den Öleinfülldeckel öffnen und fühlen, was da ausströmt.

    Das sollte einen Aufschluss darüber geben, ob der Halbmond zugesetzt ist und liefert ggF noch andere Ergebnisse.

    Viel Erfolg dann !


    Jörg

  • Hallo Jörg,



    kannst Du mir auch eine ungefähre Idee geben, wie viel Luft/Gas da ausströmen sollte? Gefühlt... Sollte ich da richtig viel Druck erwarten, oder ist das eher klein, klein?



    Es ist ja so, dass sich das Problem mit der Reinigung der Schlauch-Mimik sehr verbessert hat, aber nicht komplett verschwunden ist. Um nochmals auf diesen Beitrag in einem anderen Forum zurück zu kommen - Dort wurde gesagt, dass die Entwickler bei VW wohl nicht in Betracht gezogen hätten, dass eine ältere Maschine möglicherweise mehr Gas dort herausdrückt. Daher dann die Empfehlung, die kleine Bohrung oben auf dem Ventilkörper zu vergrößern.


    Meinst Du das ist einfach nur gequirlte Kacke, oder könnte da was dran sein? Wie gesagt, ich habe über die Funktionsweise wie auch die eigentliche 'Aufgabe' dieses Ventils noch nichts herausfinden können. Was mich an dem Ding komplett verwirrt: Wie zum Geier 'regelt' denn das? Kein elektrischer Anschluss, kein Unterdruck-Anschluss, nix... Oder funzt das einfach nur auf Überdruckbasis, wie z.B. das Ventil im Deckel für den Kühlwasserausgleichsbehälter. (Was für ein Wort. Wäre wohl was für Scrabble-Fans...) Dem würde allerdings widersprechen, dass das Ding eigentlich IMMER durchgängig zu sein scheint. Oder würde das heißen, es ist defekt?



    Digijet, bist Du auch noch da? Hast Du eine Idee dazu?



    Um ehrlich zu sein, habe ich richtigen Bammel davor, die Maschine hier überholen zu lassen. Ich schätze die Chance, dass sie danach nie wieder anständig läuft (immer davon ausgehend, dass ich in Kenia bin) auf mindestens 50%. Wir müssten ja dann neue Kolbenringe haben, möglicherweise Übermaß, eventuell die Zylinder innen planen lassen, neue Kopfdichtung, eventuell Kopf planen lassen. Tassenstößel habe ich vor einiger Zeit ersetzt. Da ist Ruhe. Das Problem ist, dass ich hier viele Leute kenne, denen selbst bei ihren Japanern bei solchen Aktionen die Motoren komplett versaut wurden.



    Lasst mich mal wissen, wenn möglich!

    Herzlichen Dank und LG aus Kenia

    Andy

  • Tag

    Gute Frage.... lang ists her. Ich würde sagen, sowohl aus dem KGE-Schlauch wie auch der Öleinfüllöffnung sollte im Leerlauf nur ein "laues Lüftchen" kommen.


    "die kleine Bohrung oben auf dem Ventilkörper zu vergrößern"

    -> versteh ich nicht... damals die Leute mit G-Lader und Turbo haben sowas gemacht, vllt schreibt ja mal wer dazu ...

    Genau wie das "Druckregelventil" ... ich habe schon seit über 20 Jahren n 6N Motor in meinem Polo, hab den alten Kram fast vergessen .


    Das mit der Motorüberholung in Kenia würde ich lassen. Mit neuen Kolbenringen ist es da lange nicht getan, und die Arbeiten müssen ja auch korrekt und sauber ausgeführt werden. Das klappt selbst in DE öfter mal nicht.

    Vielleicht guckst du mal, was ein "Druckverlusttest" ist, vllt bringt der dir ja etwas. Schön wären ja auch noch andere Meinungen / Kommentare.


    Jörg

  • hallo


    gibt`s ebay in kenia ? ein druckverlusttester selber kostet hier fast nix mehr , die frage ist eher wie kommt das teil zu dir hin


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    zum thema motorüberholung > schau dir mal diese video an , ich denk es geht ohne neue kolben , das ist da dann zwar nicht 100 % nigelnagelneu aber funktioniert gut


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    Mfg Kai

  • Hallo Jörg, Kai,


    war dann mal zwei Tage ohne Internet... Willkommen in Afrika! Aber das kennt Ihr ja in Deutschland vielleicht auch, wenn auch wahrscheinlich nicht so häufig wie hier.

    @Jörg: Ja, wenn ich mich recht entsinne, war das wohl ein G40-Beitrag, wo ich das mit der Aufbohrung des KGE-Druckregelventils gelesen hatte. Habe dann nur gedacht, wenn das dort Sinn machen sollte, wäre das ja vielleicht auch beim NZ eine Alternative um für "besseren Druckausgleich" zu sorgen... Allerdings zieht das noch folgende Frage nach sich: Was passiert dann generell mit dem Öldruck? Würde das einen negativen Einfluß haben, oder sind das KG und der Rest der Maschine druckmäßig so voneinander getrennt, dass der Betriebsöldruck davon nicht berührt wird? (Hier zeigt sich jetzt deutlich mein Laientum, was diese Sachen angeht.)


    Kai: Druckverlust-Test wäre vielleicht anzudenken, aber solange die Büchse noch sauber läuft und keine krassen Leistungsprobleme zeigt, erspare ich mir das erst mal. Deine Frage "wie nach Kenia bekommen" ist durchaus berechtigt. Wenn es nicht jemand im Koffer als Tourist mitbringt, ist das Risiko leider noch immer sehr groß, das die Sendung auf dem Weg zu mir "verdampft".

    Insofern werde ich mir das Video auch mal reintun, aber von den entsprechenden Aktionen wegen des selben Grundes auch erst mal absehen.


    Wie immer Dank und LG aus Kenia

    Andy