Montage der Riemenscheibe G40 mit Zahnriemenantrieb

  • Hallo in die Runde. Ich war gestern dran, den Riementrieb des G-Laders umzubauen. Von Doppelkeilriemen auf Zahnriemen. Die Riemenscheibe auf der Kurbelwelle ging erstaunlich problemlos runter, obwohl falsche Schrauben drin waren. (statt Inbus sind normale 6-Kant verbaut). Motorlager Stirnseite gelöst, bisschen Motor auf die Seite gedrückt und die originale Riemenscheibe fiel raus. So weit so gut, aber auch mit viel Fluchen ließ sich die neue Riemenscheibe nicht an ihren Einbauort bugsieren. Geht einfach nicht über die Kurbelwellenschraube drüber. Bevor ich mir da die Nerven, Knochen und/oder Motor kaputt mache, klappt das so überhaupt? Hat schonmal jemand den Umbau auf diesem Wege gemacht? Bekommt man die Riemenscheibe so über die Kurbelwellenschraube gefrickelt, oder ist die Riemenscheibe für den Zahnriemenantrieb einfach zu dick und es ist vergebene Liebesmüh?

  • Guten Morgen

    Ich hatte das auch mal drauf. Ich meine das ich den Motor so weit wie möglich seitwärts gedrückt hab.

    Dann gings drauf. Denke aber das der Hersteller der Scheibe eine Rolle spielt. Das mir aber den Riehmen recht schnell zerlegt hat bin ich zurück

    auf Original Antrieb.

    gruss

    Bestand:
    VW Polo 1 Bj 78,
    VW Golf 1 GTI Bj 83,
    VW Polo G40 Bj 93,
    Audi Cabrio Bj 93,

    VW Lupo 1.4 TTP Bj 98

    VW Polo R WRC Bj 2014

    Porsche Cayman GT4 Bj 2015

  • Danke für die Antwort. Werd's später nochmal probieren. Mal sehen ob's mit zusätzlich gelöstem Getriebehalter noch 2-3mm mehr Luft zur Schraube gibt. Ansonsten muss ich mir was einfallen lassen. Kurbelwellenschraube raus traue ich mir nicht zu.

  • Entweder Motor absenken, indem man das rechte motorlager ausbaut oder die mittlere Schraube der Kurbelwelle einfach rausmachen, dann kommt man mit der Scheibe vorbei....



    [x] <= Hier Nagel einschlagen für neuen Monitor!


    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    (A. Einstein)

  • OK, danke für die Antwort. Wie gesagt, vor der Schraube hab ich irgendwie Respekt. Müsste ja irgendwie die Kurbelwelle blockieren und mangels Kraft bekomm ich die Schraube wohl entweder nicht auf oder nicht mehr zu. :D Muss ich beim Motor absenken sonst noch was beachten oder was wegbauen bzw lösen? Oder ist da so viel Spiel in den Verbindungen und Verschraubungen, dass die das mitmachen? (Sorry für meine dumme Fragerei, aber bin eben sehr unsicher, und im Schrauberbuch steht sowas nicht drin)

  • Die Schraube (N90292802 - M14x1.5x47) müsstest du ohnehin ersetzen (90Nm + 120°) - dabei geölt einsetzen. Blockieren kannst du das Ganze, z.B. indem du den 4. Gang einlegst, die Bremse drückst und dann die Schraube entfernst. Dazu sollte man eventuell zu zweit sein - sonst wird's schwierig. Daher würde ich das als letzte Option ansehen.

    Beim ablassen muss man eigentlich nicht viel beachten - die Kabel sollten lang genug sein. Ein zweites paar Augen kann aber nichts schaden. Nach 30 Jahren kann man sich nie sicher sein, ob nicht ein Vorbesitzer schon Kabel anders verlegt hat oder kürzen musste.

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Hab gestern noch mal drei Stunden versucht die Riemenscheibe durch wegdrücken des Motors doch noch irgendwie drauf zu bekommen. Keine Chance. Dafür Macken im Lack - zum Glück nur im Motorraum. 😵‍💫 Da ich das alles in Eigenregie mache und keine Hilfe einer zweiten Person am Auto habe ist's natürlich komplizierter als es sein müsste, aber bei mir ist vieles komplizierter als es sein müsste. Auch auf die Gefahr hin mich wieder zu blamieren: spricht irgendwas dagegen den Wagenheber an der Ölwanne anzusetzen um den Motor abzulassen bzw wieder anzuheben? Oder drücke ich mir da die Ölwanne kaputt?

  • Den Wagenheber aus dem Polo würde ich dafür natürlich nicht unbedingt verwenden (Kippgefahr zu groß), sondern einen handelsüblichen hydraulischen.


    Ich achte dabei darauf, dass die Wagenheberaufnahme den Lack der Ölwanne nicht beschädigt (da sind ja meist Adapter mit Gummiauflagen dabei - zur Not tut es aber auch jedes andere rutschfeste Material) bzw. kontrolliere hinterher den Lack der Ölwanne und bessere beschädgte Stelle entsprechend aus.


    Falls du uns verrätst, wo du wohnst, findet sich eventuell auch jemand, der helfen ggf. auch bei anderen Reparaturen mit Sonderwerkzeugen aushelfen kann. Polo-Schrauber sind diesbezüglich ja ziemlich unkompliziert.

  • Danke nochmal für die Tipps. Ich hab mir extra einen hydraulischen Wagenheber gekauft, weil der alte nicht unters Auto passte. Der hat ne Gummiauflage, sollte also passen. Mal sehen ob ich das so hinbekomme ohne den Wagen aufzubocken. Ich pfusch mir da was zurecht, aber ich will dabei auch was lernen. Daher nochmal Danke, dass ihr einen Amateur wie mich mit eurem Wissen unterstützt. Ich wohn übrigens in Homburg (Saar). Ich denke ich versuche das heute mal mit dem Motor absenken, vielleicht passt es ja dann. Eigentlich doof von mir da jetzt nen Umbau machen zu wollen, aber der G-Lader war zum Überholen draußen, und da dachte ich, dann gehts mit einem hin. Tja, mich selbst überschätzt. :oops:

  • Vielen Dank nochmal für die Tipps und Hilfestellungen. Mit dem absenken des Motors kam die nötige Luft zur Kurbelwellenschraube, so dass ich mit etwas rütteln und drücken die Riemenscheibe montiert bekommen hatte. Das der Riemen dann auch wieder nicht direkt drauf wollte weil nun zu wenig Luft zwischen Karosse und Riemenscheibe war - geschenkt, hab ich dann auch noch irgendwie hinbekommen. Wollte dann die Riemenscheibe von der Lichtmaschine demontieren - sitzt zu fest. Aber das war dann auch ohne Bedeutung als ich feststellte, dass da ein Tropfen von einer Flüssigkeit auf dem noch losen Riemen war. Dann gesehen, dass da auch einige Tropfen auf dem Boden waren. Ich verstehe es zwar nicht, warum es jetzt plötzlich hinter der Zahnriemenabdeckung tropft. Aber da auch Wasser im Kühlwasserbehälter fehlt, kann es ja nur von der Wasserpumpe her kommen. Ich wüsste jetzt nicht wie die Wasserpumpe undicht werden kann, wenn ich den Motor rüberdrücke oder absenke, denn da ist ja im Riementrieb keine Bewegung. Vor 5 oder 6 Wochen hatte schonmal Kühlwasser gefehlt, hatte ich aufgefüllt, seitdem war alles gut. Lange Rede kurzer Sinn. Nach langem Kampf an mehreren Tagen die Riemenscheibe für den Antrieb vom Lader endlich drauf bekommen. Und im Moment des Triumpfes gesehen, dass alles wieder runter muss. Es soll einfach nicht sein.

  • Warum sollten wir "Anfänger" nicht unterstützen? Ohne hier im Forum jetzt jeden persönlich zu kennen, aber ich behaupte mal, dass hier niemand mit dem jeweiligen Wissen auf die Welt gekommen ist und es sich jeder einzelne auf die eine oder andere Art im Laufe des Lebens angeeignen musste. Wir waren also alle mal "Anfänger".

    Dass deine Wasserpumpe undicht ist, scheint ja schon vorher so gewesen zu sein und kommt mit Sicherheit nicht von der jetzigen Reparatur. Ist doch eine schöne Gelegenheit, direkt mal alles in diesem Bereich zu kontrollieren (Nockelwellendichtung, Ventildeckeldichtung, Zylinderkopfdichtung) und z.B. direkt auch den Zahnriemen mal zu tauschen. Bei der Wasserpumpe könntest du zwar versuchen nur den O-Ring zu tauschen, allerdings halten Wasserpumpen auch nicht ewig und kosten auch nicht die Welt. Man sollte aber darauf achten, dass das (neue) Flügelrad nicht aus Kunststoff besteht und man sich auch den richtigen Zahnriemen gönnt (108 Zähne (2er G40) vs. 128 Zähne (2F-G40) Super-Torque-Profil))

  • Ich hoffe es ist OK wenn ich hier weiterschreibe und nicht ein neues Thema aufmache - obwohl es eigentlich ein neues Thema ist. :D Hatte gestern den Versuch gestartet den Zahnriemen zu wechseln. Klappte semi-gut. Erst wollte die Riemenscheibe nicht mehr runter. Und als sie sich endlich löste, und ich den Motor wieder mit dem Wagenheber unter der Ölwanne ablassen wollte, wollte der neu gekaufte hydraulische Wagenheber (ja, man sollte nicht immer das günstigste kaufen - auch wenn´s Geld knapp ist) sich nicht mehr absenken - zumindest für 2 Sekunden oder so. Dann krachte er widerstandslos nach unten und der Motor durch die Wucht vom Wagenheber. Landete zum Glück auf dem Arm des Wagenhebers, so dass ich mit Mühe und Not den Motor noch mal anheben konnte. Zumindest fiel dann die Riemenscheibe von selbst ab. ^^ Ob und was dabei kaputt gegangen ist hab ich dann nicht mehr nachgeschaut. Heute dann die alte Riemenscheibe wieder drauf um OT einzustellen. (Hatte ich natürlich vorher nicht gemacht) Und an dem Punkt hab ich dann aufgehört. Denn so wie ich das sehe, ist das doch so falsch, oder? Nockenwelle passt, aber Kurbelwelle steht doch auf Zündung, und nicht auf OT, oder sehe ich das falsch? Hab dann an der Schwungscheibe geschaut, der Dorn steht nicht mittig. Sehe ich das falsch, oder ist der Zahnriemen um einen Zahn versetzt? :/

  • Hi,


    leider ist das bei den meisten G40-Motoren so. Ich habe 2 G40´s und da war das immer so. Habe diesen Umstand dann aber bei beiden Motoren mit verstellbaren Nockenwellenrädern beseitigt. Braucht man eigentlich nicht, aber ich hatte Spaß dran... :]


    Wichtig finde ich, dass man immer (!) nach dem Wechsel des Riemens oder anderen Arbeiten daran, den Motor mehrere Male von Hand durchdreht. Also Ratsche an die KW-Schraube und Drehrichtung nach rechts Richtung Front. Einfach, um sicher zu sein, dass sich im Motor nichts berührt. Wenn alles leichtgängig ist und man "schmatzende" Geräusche aus Einlass und Auslass, also Ansaugbrücke und Abgaskrümmer hört, ist alles o.k. Die Markierungen sollten natürlich auch noch passen. Einen kleinen Spielraum hat man noch über die Riemenspannung, aber übertreiben sollte man auch nicht, sonst "jammert" evtl. nachher die (neue) Wasserpumpe.

    Kühlwasser auffüllen, dabei immer etwas den oberen und unteren dicken Kühlerschlauch drücken und "massieren", bis sich das Wasser im Ausgleichsbehälter staut. Optimal ist, dabei noch den kleinen weißen Drehstopfen am Heizungsregler/Wärmetauscher aufzudrehen, damit die Luft rauskann.

    Um ganz sicher zu gehen, ziehe ich nach getaner Arbeit den 3-poligen Stecker vom Zündverteiler ab und lasse den Motor erstmal ohne Last ein paar mal drehen. Wenn das auch problemlos geht, Stecker wieder dran und Feuer frei!


    Wenn möglich, später nochmal den Zündzeitpunkt kontrollieren, aber dafür sind Zündblitzpistole und Diagnoselaptop bzw. OBD-Gerät notwendig, um den Fehlerspeicher zu löschen. Wenn nach dem ersten Warmlaufen dann der Wasserstand im Ausgleichsbehälter wieder gesunken ist, Wasser nochmal nachfüllen, das aber am besten bei kaltem Motor!


    Ist alles kein Hexenwerk, bin auch nur Hobbyschrauber. Und wie immer empfehle ich, sich die beiden wichtigsten Selbsthilfebücher anzuschaffen, die kosten gebraucht wirklich nicht viel...


    Viel Erfolg und schöne Pfingsten!

    Gruß

    Carsten

  • Schon mal danke für die Antwort. Ich hab zwar wenig Ahnung, aber mit jedem Handgriff am Auto ändere ich daran ein bisschen was. Passt das also gar nicht anders mit dem Zahnriemen, und wenn ich den neuen Zahnriemen um einen Zahn versetze, dann sind die Steuerzeiten nicht passend(er), sondern einfach etwas in die andere Richtung verschoben? Sehe ich das richtig, dass wenn ich den Zahnriemen um den einen Zahl versetzt einbaue, die Zündung dann definitiv nicht mehr passt? Ich hab leider nicht die Ahnung und das Werkzeug, um den Zündzeitpunkt zu kontrollieren. Scheint beim G auch etwas komplizierter zu sein, denn die Werkstatt die mir letztes Jahr die Zündung einstellen sollte konnte das nicht, weil sie die Riemenscheibe nicht anvisieren konnten. Zündung wurde dann vom Bosch-Dienst eingestellt und dann nochmals von einer Privatperson kontrolliert. Leider läuft er seit dem die Zündung eingestellt wurde im kalten Zustand nicht gut. Aber im Fokus steht für mich jetzt der Zahnriemen, bzw die tropfende Wasserpumpe.

    Gruß Marc

  • Hi Marc,


    tja, da hast Du Recht. Wenn Du den Riemen um einem Zahn verschiebst, stimmen die Steuerzeiten in die andere Richtung nicht... Ich würde es so lassen.

    Wenn jemand Deine Zündung eingestellt hat, hat er sich dann an die Vorgaben zum Einstellen gehalten? Denn einfach Zündung abblitzen und am Verteiler drehen, funktioniert so nicht! Wurde danach der Fehlerspeicher gelöscht? Sonst ist es durchaus möglich, dass der Motor nicht richtig läuft...


    Auch hier wieder die Frage: Wo kommst Du her? Vielleicht gibt es bei Dir in der Nähe jemanden, der helfen kann aus diesem Forum.

    Gruß

    Carsten

  • Hi Carsten.


    Bin aus 66424 Homburg. Hab heute mal die Energie gehabt am Auto zu arbeiten. Wollte gestern schon ran, aber wies so ist, wenn man es überhaupt nicht brauchen kann, dann kommen ungeplante Investitionen (Kühlschrank kaputt - passend zur Hitze :uhoh: ) Hab Wasserpumpe und Zahnriemen gewechselt, es passt jetzt deutlich besser mit den Steuerzeiten. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich beschwer mich nicht. (Kann sich ein Zahnriemen evtl auch längen?) Hab zuvor jedenfalls die Stellung des Verteilerfingers am Verteiler markiert und das an den minimalen Versatz nach dem Zahnriemenwechsel angepasst. Hoffe es passt jetzt noch soweit. Zur Schraube der Nockenwelle hab ich unterschiedliche Angaben und Werte gefunden, hab sie jetzt mit 80nm festgezogen, hoffe das passt (hab sogar noch ne neue Schraube in meinem Vorrat von meinem letzten Polo gehabt).


    Morgen dann wieder der Kampf mit der Riemenscheibe. ^^ Mal sehen ob mir der Motor wieder vom Wagenheber runterkracht. =O


    Ob der Fehlerspeicher gelöscht wurde glaube ich nicht, denn die Anschlüsse für die Diagnoseschnittstelle fehlen. Die benötigten Stecker hab ich von meinem alten Polo ausgebaut, muss jetzt nur schauen wo und wie die angebaut werden. Weiß gerade gar nicht ob im "Jetzt helfe ich mir selbst" Stromlaufpläne sind... und ob ich sie lesen kann. Die Zündung wurde ja vom Bosch Dienst eingestellt. Ich weiß nicht wie die vorgegangen sind, aber ich hoffe die wissen was sie tun.


    Gruß Marc

  • Kurzes Update: Umbau auf Zahnriemen gescheitert.


    Alle Mühe und Qual war umsonst. Wollte die Lichtmaschine wieder einbauen - passt nicht mehr. Die Riemenscheibe für die Lima ist, wie die Riemenscheibe der Kurbelwelle ja auch, breiter. Resultat: Riemenscheibe liegt an der Karosserie an. Da ich bei der Montage der Kurbelwellenscheibe auch die Schrauben beschädigt hatte (hab extra neue Schrauben bei VW gekauft, hab Drehmomentschlüssel genommen, 30nm eingestellt, dennoch Schraubenköpfe angerissen und verformt), werde ich die wohl nicht mehr ohne diese abzureißen raus bekommen. Aber der Punkt ist: ich will auch einfach nicht mehr.


    Trotzdem noch eine Frage in die Runde: Hat von euch auch jemand auf Zahnriemen umgebaut und dabei das selbe Problem erlebt (also dass die Lima nicht mehr passt)?

  • Hallo Marc,

    das hört sich erstmal ganz gut an. 80 Nm für´s NoWE-Rad sind korrekt.

    Wenn alle Markierungen einigermaßen passen, ist erstmal alles o.k.

    Zum Riemenantrieb: Ich hoffe, Du wirst mit dem Zahnriemenantrieb glücklich. Dabei teilen sich die Meinungen. Der Sound soll brutal sein (fänd´ich auch cool), aber die Haltbarkeit des Riemens und noch schlimmer des Laders ist umstritten. Ich kenne Leute, die sich bei ordentlich Leistung sämtliche Zähne vom Riemen abrasiert haben, da die Kräfte nicht zu unterschätzen sind. Mag sein, dass der Grip und das Ansprechen des Laders besser werden, aber sowas kann man auch anders lösen - vermutlich auch schonender für die Komponenten. Ich hab da immer Bauchschmerzen wegen des Laders - wir dürfen nicht vergessen, es gibt die Teile nicht mehr wie Sand am Meer, man bekommt keinen guten mehr für 300 Euro wie vor 20 Jahren. Die Preise steigen stark an und meistens müssen die Teile dann noch für mind. 350 Euro überholt werden. Gebrauchte haben oft eine ungewisse und nicht nachzuvollziehende Vergangenheit... Natürlich gibt es noch neue Lader, aber würde man für so ein Teil 2,2k oder mehr in die Hand nehmen?

    Ich nehme mich davon nicht aus, habe auch Lader bearbeitet, kleine Laderräder gefahren (max. 68mm) und anderen Spökes gemacht. Trotzdem gehe ich pfleglich mit dem Material um und gucke regelmäßig nach den Teilen. Fahre seit 22 Jahren immer mit den Doppelkeilriemen und hatte selten Probleme. Wenn die Riemen gerutscht sind, waren sie entweder neu und nicht richtig eingefahren oder nicht korrekt gespannt. Auch die Verfügbarkeit ist nach wie vor gut. Das gebe ich nur zu bedenken.


    Wenn Du jetzt öfter schraubst, würde ich mir auch vernünftiges Werkzeug anschaffen. Ein guter und stabiler Wagenheber ist das A und O für sauberes und vor allem sicheres Schrauben. Habe ebenfalls mit den kleinen Hydraulikdingern aus´m Baumarkt angefangen, deren Teller vielleicht 50mm Durchmesser hatten. Habe aber ziemlich schnell auch welche mit mind. 100 oder 120mm Teller aufgerüstet, weil die einfach viel stabiler sind. Da fällt der Motor, oder was auch immer, nicht mehr runter. Zusätzlich kann man dicke Bautenschutzmatten aus Gummi zurechtschneiden und für alle möglichen Unterlagen verwenden. Falls Du Bekannte mit 3D-Druckern hast, lass Dir Auflagen mit verschiedenen Profilen konstruieren und drucken, z.B. für die Schwellerkante oder die Ölwanne. Heutzutage ist sooo viel möglich. Man kann sich das Schrauberleben so viel einfacher und vor allem sicherer machen...


    Wie ich schon schrieb, der Fehlerspeicher sollte Dein nächstes "Projekt" werden. Kabelanschlüsse dran und reinschauen, der ist bestimmt voll mit Einträgen und deshalb läuft der Motor so bescheiden. Dass keine Stecker mehr da sind, kann nur heißen, sie wurden abgeschnitten (dämlich!) oder es ist ein anders vermurkster Kabelbaum. Vieleicht wurden sie auch aus der Halterung gezogen und fliegen irgendwo hinterm A-Brett rum. Dazu mal das kleine Fach links unterhalb des Lenkrads abschrauben, dort gehören sie beim 2F hin.


    Weiterhin viel Erfolg, bring den Motor erstmal wieder zum Laufen.

    Gruß

    Carsten