Beiträge von Carsten W

    Mahlzeit,


    ich habe seit Jahren in meinen Alltagspolos eine WB50 eingebaut. Zuerst im Steilheck mit 3F-Motor, danach im aktuellen Steilheck-G40.

    Anschlusspläne und Bedienungsanleitungen findest Du auf jeden Fall im Netz. Evtl. musst Du noch zusätzlich "Thermo Top WB 50" eingeben.


    Hast Du Dir schon Gedanken über den Einbauort gemacht? Ich habe damals lange überlegt und bin letztendlich beim oder besser auf dem linken Innenkotflügel hängen geblieben. Der große Spritzwasserbehälter muss dafür natürlich weichen. Hab nun einen kleineren hinter der Spritzwand vor dem Sicherungskasten installiert.


    Die SH habe ich liegend montiert, so dass der Auspuff im Motorraum neben den dicken Kühlerschläuchen runtergeht. Der Schalldämpfer ist ganz am Ende angeschraubt. Der originale Montagewinkel wird auf den Innenkotflügel geschraubt, darauf dann die SH montiert.

    Es muss dann ein Schlauch vom Thermostatgehäuse zum Wärmetauscher verlängert und durch die SH geleitet werden. Den Sprit hole ich mir über den Rücklauf des BDR, dazu muss der Benzinschlauch leider einmal quer durch den Motorraum zur SH und wieder zurück zum Tankrücklauf verlegt werden. Die beiden Schläuche habe auf der Spritzwand motorseitig kurz über der Ansaugbrücke verlegt. Zum Schutz in einen passenden Gewebeschlauch mit Schrumpfschlauch über den Enden für einen sauberen Abschluss und mit Schellen am Blech fixiert.


    Zum elektrischen Anschluss: Ist schon lange her bei mir, aber es muss ja ein originaler Kabelbaum dabei sein. Da gibt´s eigentlich nur 12V Betriebsspannung mit einem kleinen "Sicherungskasten", Leitungen zum Gebläsemotor und eine ganz dünne Leitung mit kleinem schwarzen Stecker für die Schaltuhr.

    Anschlussbelegung müsstest Du, wie geschrieben, im Internet finden.


    Eigentlich müssen diese alten SH immer beim TÜV abgenommen und sogar eingetragen werden. Ich war damals bei meinem TÜV im Ort, der Prüfer hat sich aber überhaupt nicht dafür interessiert. Seit mindestens 10 Jahren wird das Teil bei jeder HU nicht weiter bemängelt oder angesprochen...

    Es müsste sich auf der SH ein Typenaufkleber befinden, auf dem das Jahr der Inbetriebnahme markiert sein muss. Meine wurde wohl vom Vorbesitzer so ´98/´99 das erste Mal verbaut. Problem ist, das Typenschild ist bei meiner Einbauposition gar nicht sichtbar... Vom reinen Alter her müsste eine H-Abnahme möglich sein. Aber das ist ja wie immer Auslegungssache vom Prüfer!


    Ist schon ganz nett im Winter, so ein Teil, aber wenn der Polo nicht jeden Tag im Einsatz ist, vielleicht sogar nur ein Saisonauto, würde ich mir diesen Ein-/Umbau sparen. Hab das auch nur gemacht, weil mir damals meine Mietgarage zu Hause gekündigt wurde und ich wieder zum "Laternenparker" wurde. Aktuell stehe wieder vor dem gleichen Problem, seit 2 Jahren ´ne Mietgarage gehabt, Ende Mai wegen Hausverkauf wieder vorbei. Zum Glück hab ich die SH noch nicht ausgebaut, war kurz davor...

    Bei komplett zugefrorenem Auto läuft die SH bei mir ca. 20-30 min. mit einer Tankfüllung. Das reicht normalerweise, um zumindest die vorderen Scheiben eisfrei und sogar trocken zu bekommen. Eine dicke Schneeschicht kreigt das Ding nicht weg! Immerhin ist das Kühlwasser ja dann auch schon lauwarm, was den Motor schont. Nur die Batterie wird etwas belastet, da das Gebläse die ganze Zeit auf der kleinsten Stufe mitläuft. Wenn die Batterie eh schon alt und im Winter kalt und schwach ist, wird´s manchmal eng mit dem Starten. Musste gucken...

    Beim Laufen hört sich das Ding an wie ein kleiner Düsenjet, faucht ganz schön. Ich habe bei mir leider immer etwas Abgasgeruch im Innenraum, wenn ich ins warme Auto einsteige. Vermutlich werden die Abgase vom Gebläse ein wenig nach innen gepustet, wenn sie am Vorderwagen aufsteigen. Das könnte man mit einer anderen Auspuffverlegung wahrscheinlich vermeiden. War mir aber zu aufwändig...

    Und während des Betriebs muss die Heizung IMMER auf HEIß stehen, sonst arbeitet die kleine WaPu in der SH gegen einen geschlossenen Wärmetauscher, was zu Schäden an der Pumpe führen kann! Ich warte immer ab, bis die SH komplett mit leerem Tank abgeschaltet hat, bevor ich den Motor starte. Nicht, dass sich die Strömungen durch die viel stärkere Motor-WaPu irgendwie in die Quere kommen.


    Zur Steuerung habe ich immer nur die manuelle Uhr im Innenraum benutzt. Man kann diese aber auch mit FB nachrüsten oder sich da selbst was bauen, gibt es reichlich Basteleien im Netz...


    Viel Erfolg beim Einbau und überleg Dir das gut! Es müssen einige Löcher gebohrt und Kabel verlegt werden. Das ganze kann schon mindestens einen Tag dauern, wenn man alles sorgfältig macht. Also gebohrte Löcher wieder mit Lack einpinseln, evtl, irgendwelche Halterungen konstruieren usw. Nicht falsch verstehen, will Dir das nicht "madig" machen, aber ist eben nicht "mal so" gemacht!


    Viele Grüße

    Carsten

    Tach,


    nach dem Abziehen des blauen Steckers auf jeden Fall den Fehlerspeicher auslesen und ggf. löschen!


    Einen ähnlichen Fehler hatte ich vor Jahren auch mal, bei mir ist Lambda immer so bei 1 hängengeblieben, ebenfalls unter Last. Ich hatte damals auf die Metall-Einspritzleiste vom 2er G40 umgebaut und der dicke Bezindruckregler war defekt. Daher der zu magere Lauf. Gegen einen regelbaren getauscht und der Fehler war weg.

    Also am besten mal den Spritdruck messen. Dafür die kleine Schraube an der Spritleiste rausschrauben und ein halbwegs genaues Manometer (bis 5 bar reicht) mit kurzem Stück Benzinschlauch anschließen. ABER: Immer mit Vorsicht und am besten am kalten Motor arbeiten, da ist recht viel Druck auf der Spritleitung. Lappen bereithalten!


    Gruß

    Carsten

    Sorry, mit dem 6PK hab ich keine Erfahrung, fahre immer schon Doppelkeilriemen.

    Hatte früher einen guten Bekannten mit G60-Umbau im 2F (sehr bekanntes Fahrzeug im Schlagwein-Forum), der fuhr zu Spitzenzeiten an die 225 PS. Der hatte immer Probleme, den 6PK richtig zu spannen. Ich meine, der wäre am Schluss mit Umlenkrolle gefahren, um eine größere Umschlingung hinzubekommen. Aber das war ein wirklich extremer Umbau...


    Ich bin zwar kein Motorenspezi, bezweifle aber, dass die 3F-Brücke in dem Sinne Ladedruck "klaut". Durch die größeren Kanäle wird sich höchstens die Fließgeschwindigkeit verringern, was evtl. zu einem trägeren Ansprechverhalten führt und den nutzbaren Drehzahlbereich eher nach oben verschiebt. Wie gesagt, ich halte die große Brücke nur i. V. mit großer Drosselklappe, großen Kanälen und Ventilen, Nocke und gutem Auspuff für sinnvoll. Und natürlich massig Ladedruck! Siehe Toms Aussagen.


    Was meiner Meinung nach LD verringert, ist eine schärfere Nockenwelle oder größerer Hubraum. Alles andere müsste man ausprobieren...


    Gruß

    Carsten


    Was übrigens auch nicht vernachlässigt werden darf, sind die Unterdruckschläuche! Es gibt so viele Verbindungsschläuche, die porös sein könnten. Und die LD-Anzeige wird ja auch dort angeklemmt. Solltest Du auch nochmal prüfen.

    Hi,


    hast Du schonmal an Riemenschlupf gedacht? Da das Laderrad ja nun kleiner ist, ist der Riemen ja auch "länger". Muss dann natürlich entsprechend gespannt werden. Rad aus Stahl oder Alu? Gab es auch immer mal Probleme, da Alu mehr Schlupf verursacht. Ich hatte mit einem 68er Rad und auch relativ seriennahem Motor damals ca. 0,85 bar, trotz Schrick Nocke und 63,5er Bastuck.


    Wenn es ein originaler B&B-Motor sein sollte, müsste oben am Zylinderkopf rechts neben der Hebeöse B&B I eingeschlagen sein. So ist es zumindest bei meinem Motor...

    Ich habe übrigens mal einen B&B Stufe 1 Chip ausgelesen und - oh Wunder - keinen Unterschied zu einem Serien G40-Chip gesehen. Die Checksumme war beide Male gleich. Das hat aber jetzt nix mit Deinem Druckproblem zu tun...


    Ich fahre in beiden G´s von mir die originale Brücke und bin der Meinung, dass die 3F-Brücke wirklich nur bei stark friesierten Motoren mit hohen Ladedrücken Sinn macht.


    Gruß

    Carsten


    *derjedenTagGfährt*

    Hi Dirk,


    schön, dass Du den Fehler gefunden hast! Ich muss gestehen, mir geht die ganze Preispolitik auch mächtig auf den Sack und trübt den Spaß an unserem Hobby...

    Apropos Diesel-Luftfilterkasten: Mich hat immer gewundert, dass die Leute den Kasten beim 16V-Umbau nehmen, denn die Querschnittsverjüngung ist ja offensichtlich. Da wäre ein GK-Kasten besser, oder? Aber die gibt´s noch seltener und Alternativen eher gar nicht...


    Vor vielen Monden war mal einer mit nem 16V-Umbau auf unserem Polofans-Treffen, der hatte sich den LuFiKa sehr gut und mit viel Knoff-Hoff modifiziert. Das war sowieso ein krasser Technik-Nerd... Glaube, das war der erste 16V-Umbau der "Neuzeit", den ich damals gesehen habe. Und das noch mit richtig guten Mods.

    Ich gucke mal nach Fotos...


    Gruß

    Carsten

    Tach zusammen,


    habe bei meinem Alltags-G40 letzte Woche mal "MoCool" von Motul ins Kühlwasser gegeben. Es gibt den ähnlichen Zusatz auch namens "WaterWetter". Diese Kühlzusätze vermindern auf chemischem Wege die Oberflächenspannung des Kühlwassers, sodass die Motor- und Kühlerinnereien besser benetzt werden sollen. Bilde mir ein, dass die allgemeine Wassertemperatur etwas runtergegangen ist.


    Vielleicht wäre das was für Euch, einen "günstigen" Versuch ist das wert. Und nein, ich habe keine Temperaturprobleme bei meinem G40, sondern wollte das Zeug einfach mal ausprobieren...


    Gruß

    Carsten

    Hi,


    ich "grätsche" mal hier rein... Meinen 2F-Ausgleichsbehälter habe ich mit warmem Wasser und Streusalz behandelt. Ja, richtig gelesen! Streusalz für die Eisbekämpfung im Winter aus dem großen Sack genommen, in den Ausgleichsbehälter gefüllt (´ne gute Hand voll), warmes Wasser dazu und länger kräftig geschüttelt. Das funktioniert echt gut, zumindest für den Dreck innen. Habe mehrere Durchgänge gemacht. Die verblichene "Farbe" bekommt man natürlich nicht mehr weg...

    Wobei, die 2F-Kugeln könnte man ja noch in Hülle und Fülle neu kaufen. Aber 1er und 2er-AGB eben nicht mehr...


    Gruß

    Carsten

    Hi,


    kann mich bei meinem Polo nur den Vorrednern anschließen: Kalt ca. 7 bar, heiß ca. 1,5 bar. Öl ist Motul 20W60. Deswegen habe ich bei meinen Autos auch immer die 10-bar-Druckmanometer und -Geber eingebaut.


    Wie ich aber bei meinem letzten Im-Stand-Warmlauf-und-dann-Ölwechsel feststellen musste, dauert es ewig, bis das Öl so warm ist, dass die Druckanzeige ordentlich abfällt. Vermutlich ist aber auch das Motul-Zeugs im heißen Zustand sehr "druckstabil" (abgesehen davon, dass es lecker nach Hustensaft riecht=))...


    Wenn der Druck im heißen Zustand aber immer noch so hoch ist, müsste das Problem doch eigentlich nach dem Drucksensor liegen. Das Öl wird hochgepumpt, kann wegen irgendeiner Engstelle aber nicht richtig abfließen und staut sich auf. Deshalb der hohe Wert - jedenfalls für mein Verständnis.

    Passt denn die Kombi Druckgeber/Instrument oder hast Du nur mit dem Werkstattmanometer gemessen? Bin jetzt die ganze Zeit von z.B. VDO-52mm-Zusatzinstrumenten ausgegangen...


    Gruß

    Carsten

    da wird kein poti mehr drinn sein sondern ein encoder


    Mfg Kai

    Puh, da bin ich jetzt überfragt... Hab nur ein Cassetten-Gamma, muss ich mal schauen. Könnte aber schwören, dass...


    Aber egal welche Bauart, Encoder können auch kratzen bzw. "überspringen". Oft eigene Erfahrung aus meiner "aktiven" R-/F-Technikerzeit. Die sind meistens nicht so einfach mit Spray wiederzubeleben. Müsste der Thread-Ersteller mal sagen - Regler mit Rechts-/Links-Anschlag oder "durchdrehender".


    Gruß

    Carsten

    Tach,


    hab solche Probleme zwar nicht, aber ich tippe mal auf den Lautstärkeregler bzw. das -Poti. Vermutlich sind die Kontakte innen drin verschmutzt/oxidiert.

    Man kann den Fehler vielleicht reproduzieren/abschwächen, indem man den Regler ganz oft hin- und her dreht. Wenn dann irgendwann wieder Lautstärke kommt, liegt´s ziemlich sicher am Poti.

    Evtl. kann man das Radio öffnen und etwas Kontaktspray/Sprühöl auf oder besser in das Poti sprühen. Hier muss man aber schauen, ob das Poti komplett gekapselt, also staubdicht ist oder ob doch an einer Seite kleine Spalten sind, in die man sprühen kann. Es gilt aber nicht die Devise "viel hilft viel", denn das Öl zieht sich meistens von selbst rein. Also schwimmen muss das Poti nicht...


    Vielleicht auch einfach mal die anderen Drehregler mehrfach betätigen, kann auf jeden Fall nicht schaden!


    Viel Erfolg und Gruß

    Carsten

    Danke für Deine Hinweise!

    Hab zwar schon alles mögliche konstruiert und gedruckt, aber noch nix für Über-/Unterdruck. O.k., wieder neue Erkenntnisse gewonnen.


    Wie geschrieben, ich hatte mir vor vielen Jahren sowas selbst gedreht aus Alu, aber das kann ja auch nicht jeder zu Hause machen.


    Die o.g. "Nebelmaschine" habe ich mir übrigens aus einer billigen E-Zigarette (muss aber so ein Sub-Ohm-Verdampfer-Dingens sein für viel Dampf) und einer alten Polo-Spritzwasserpumpe gebastelt, da ich letztes Jahr auf die Suche nach lecken Unterdruckleitungen gehen musste. Erstaunlich, was da alles raucht...:D

    Bei Youtube gibt´s da einige nette Videos zu dem Thema!


    Gruß

    Carsten

    Hatte ich mir vor vielen Jahren mal aus Voll-Alu gedreht, mit einem Autoventil drin, für eine Fußluftpumpe. Heutzutage würde ich das höchstwahrscheinlich mit meinem 3D-Drucker machen. Genug Infill rein, das sollte stabil genug sein...


    Gruß

    Carsten