Beiträge von Standard 75

    Hallo, der Standplatz hatte einen Betonboden, deshalb hatte ich mir auch damals keine Gedanken dazu gemacht. Ob meine Vermutung überhaupt den Tatsachen entspricht weiß ich nicht - ist halt nur eine Vermutung. Komisch ist halt daß er in den letzten Jahren so krass gelitten hat, abwohl der Stellplatz mit Betonboden und guter Lüftung eigentlich erstmal ideal erscheint. Diese Frage werde ich wohl nicht mehr beantwortet bekommen, ist auch eigentlich egal. An der Misere würde es eh nichts mehr ändern, da muß ich jetzt durch.


    Ja die Rahmenlehre ist extrem wichtig und hilfreich. Zusätzlich kontrolliere ich sehr pedantisch die Karosseriemaße anhand des Werkstatthandbuches. Bis jetzt liege ich mit allen Maßen im vorgegebenen Toleranzbereich. Ob ich genau genug gearbeitet habe wird sich später beim Vermessen zeigen ...


    Was den Korossionsschutz anbelangt bin ich mir noch unsicher. Geplant habe ich eigentlich die Karosserie nach der Fertigstellung zu tauchen und KTL zu beschichten. Allerdings sind da in den letzten Jahren die Preise in Höhen hochgeschnellt, die einem den Spaß daran verderben. Wenn es soweit ist werde ich Angebote einholen und entscheiden. Als Hohlraumversiegelung werde ich dann nach dem Lackieren Mike Sanders verwenden. Habe ich bei meinem 124er vor 10 Jahren auch gemacht und das hat sich sehr gut bewährt. Beim Golf3 meiner Frau habe ich das auch gemacht, und da zeigt sich daß Mike Sanders den Status definitv hält. Heißt: Auch rostige Stellen, die man mit dem Fett einschmiert, rosten ab dann nicht mehr weiter. Ist also eine sehr gute Sache für daily driver, bei denen man noch nicht weiß wohin die Reise mal geht. Sollte man sich 10 Jahre später überlegen das Auto langfristig zu halten wäscht man das Fett ab und machts richtig.


    VG Ansgar

    Hallo, die Frage ist natürlich berechtigt. Nein, natürlich war der ´97 nicht so schlecht. Er hatte zwar massiv Rost, aber halt noch im "normalen" Ausmaß. Danach hatte ich ihn ein paar Jahre in einer gut belüfteten Scheune stehen, da mußte ich dann aber leider kurzfristig raus und konnte ihn dann kostenfrei bei einem Bekannten auf dem Hof unterstellen. Das Angebot habe ich natürlich gerne angenommen und da hat er die letzten 15 Jahre gestanden. Die ersten Jahre bin ich dann auch nur sehr sporadisch mal da gewesen, da ist mir nichts afgefallen. Als dann aber vor einigen Jahren der Plan näherrückte die Restauration anzugehen habe ich mich näher mit dem Auto beschäftigt, und da ist mir dann aufgefallen daß der Rost im Verborgenen diese Ausmaße angenommen hatte. Vornehmlich halt untenrum, auf den ersten Blick sah er ja gar nicht schlecht aus. Später habe ich dann erfahren daß das früher mal ein Schafstall war. Ich vermute daß da noch Ausdünstungen im Raum sind. Anders kann ich mir diesen Verfall nicht erklären. Wie gesagt, rostig war er auch damals schon. Aber halt nicht sooo schlimm wie jetzt. Wahrscheinlich ist es so daß die Ausdünstungen bei dem doch schon reichlich vorhandenen Rost leichtes Spiel hatten. Ist aber nur eine Vermutung...


    Gruß, Ansgar

    Hallo in die Runde,


    nochmal vielen Dank für Euer Lob! Das spornt natürlich an und gibt Motivation weiter zu machen. Diese frühen 1er hatten tatsächlich keinerlei Hohlraumversiegelung. Es ist sogar noch schlimmer: Die Kotflügel z.B. wurden im Werk blank (!!) an die ebenfalls blanken A-Säulen geschraubt. Danach kam PVC und dann Lack. Man braucht sich also nicht zu wundern. Technisch dagegen haben diese Autos eine sehr gute Langzeitqualität. Ich habe in all den Jahren und wie gesagt gut 300000km nur eine Panne gehabt - eine defekte LiMa bei etwa 290000. Ansonsten war der absolut zuverlässig und anspruchslos. Und das obwohl diese Autos für solche Laufleistungen ja gar nicht gedacht waren. Die meisten seiner Geschwister sind damals mit unter 100tkm in die Presse gegangen ... Ich fand und finde es immer noch faszinierend, mit wie wenig Technik man doch richtig gut Auto fahren kann. Und staune noch heute über die gute Straßenlage bei einem Fahrwerk, das auf ein maximales Minimum reduziert ist. Eine echt gute Konstruktion.


    Und es freut mich natürlich wenn Ihr mein Geschreibsel gerne lest. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten - so lange bis Ihr abwinkt ;-)


    Eine sonnige Woche Euch allen !

    Hallo in die Runde, ganz lieben Dank für die Blumen !

    Es ist genau so wie Ihr sagt. Hier geht es nicht um Geld, mir ist auch egal was er hinterher wert ist. Wobei das ja inzwischen schon besser aussieht als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem wird alleine das Material schon mehr kosten als der zu erwartende Wert - von den Stunden mal ganz abgesehen. Aber wie gesagt, ich mache den für mich. Das ist eine rein ideelle Sache. Es sind die unzähligen Erinnerungen die ich damit verbinde. Eine der verrücktesten Fahrten die ich damit gemacht habe war am 31.12.1989. Da bin ich aus einer spontanen Idee heraus mittags um zwölf losgefahren Richtung Berlin. Abends war ich dann am Brandenburger Tor, bin rüber in den Osten, habe das spektakulärste Silverster-Feuerwerk meines Lebens gesehen, habe nach Mitternacht mit den VoPos auf der Mauer getanzt und bin gegen Morgen wieder nach hause gefahren. Mittags um zwölf am 01.01. war ich wieder zurück. Das waren rund 1000km...


    Aber zurück zum Auto. Eine Bühne oder eine Grube - ja das wäre ein Traum. Habe ich aber leider nicht. Ein Drehgestell hatte ich fest vor zu bauen, das ist allerdings am Zustand der Karosserie gescheitert. Das hätte die nicht ausgehalten. Es war ja schon ein Kunststück die überhaupt auf die Rahmenlehre zu bekommen. Von allen vier Wagenheberaufnahmen existierte ja nix mehr ....


    Da ja heute "Draußenwetter" war habe ich mich an das Einschweißen des Knotenblechs gemacht. Allerdings hatte ich neulich schon gesehen, daß die letzten 10cm des Querträgers, bevor er mit dem Knotenblech verschweißt ist, auch mehr oder weniger durch waren. Also mußte ich hier erstmal ein Reparaturblech anfertigen. Dafür ist die Zeit heute komplett draufgegangen, ist aber fertig. Morgen kommt dann endgültig das Knotenblech rein und dann kann auch die Achsaufnahme wieder dran. Ich hoffe der Frühling bleibt etwas ;-)


    Weitere Bilder dann morgen.


    Schönen Sonntag Euch allen !

    Hallo, ja er wird 100% original. Ich finde es auf der einen Seite schade daß heute auf Oldtimer-Veranstaltungen überwiegend Coupés, Cabrios und Vollausstatter mit größtem Motor zu sehen sind. Andererseits sind das die, von denen man damals oft geträumt hat. Die waren aber zu ihrer Zeit im Straßenbild eher in der Minderheit. Ich freue mich immer über Rekord C 1700N, Kadett B 1,1N oder auch einen Standard 50 PS Golf1. Das waren die Autos die damals unterwegs waren. Und genauso die Standard Polos der ersten Serie, die waren damals überhaupt nicht selten. Wenn ich mir überlege wie wenige davon überlebt haben ... Wahnsinn !

    Hallo Carsten, das hätte ich auch gerne so gemacht, aber der originale Schlossträger ist leider 1980 schon einem kleinen Frontschaden zum Opfer gefallen. Damals haben wir uns natürlich nichts dabei gedacht, aber da hat auch keiner in der Familie geahnt daß man den 40 Jahre später mal vollrestauriert ...

    Beim vierten Loch hatte ich an ausschneiden und bördeln gedacht, habe mich aber ehrlich gesagt nicht getraut. Aber: Viele Wege führen nach Rom :-)


    VG Ansgar

    Aber nun wie angekündigt zu der Überraschung. In einem der letzten Beiträge vor Weihnachten hatte ich ja geschrieben daß ich noch die Knotenbleche suche, die hinten Längs- und Querträger verbinden. Und nun habe ich sie gefunden, und das auch noch in perfektem Zustand. Einen ganz lieben Dank nochmal an Robert und Moritz hier im Forum. Ihr habt mir sehr geholfen !


    Im Januar bekam ich besagte Bleche, ausgeschnitten aus einem 94er 2F. Inzwischen habe ich das rechte Blech vom restlichen Unterboden des 2F befreit und auch an meinem Unterboden die Reste des originalen Knotenblechs entfernt. Und was soll ich sagen: Das Teil paßt perfekt. Man mag es nicht glauben, aber obwohl zwischen den beiden Autos 19 Jahre liegen paßt das 100%ig. Lediglich die Befestigung für die Bremsleitung hat sich geändert, daß mußte ich anpassen. Ich kann also jedem, der an dieser Stelle Rostprobleme mit seinem 1er hat, den guten Rat geben: Suche nach einer 2 oder 2F Schlachtkarosse. Diese Stelle gilt ja gemeinhin als KO Kriterium für 1er. Das muß aber nicht sein ...


    Und nun ein paar Bilder. Eingeschweißt ist es noch nicht - das kommt jetzt. Ich werde berichten ...

    Hallo in die Runde,


    wie schon erwähnt bin ich beim Schrauben mehr oder weniger auf "draußen" angewiesen, deshalb ist in den letzten Wochen leider nicht viel passiert. Trotzdem habe ich mich zwischendurch in die Garage zurückgezogen, den Heizlüfter angeschmissen und mich an kleinere Arbeiten gemacht. Und es gab eine ganz große Überraschung für mich, aber dazu später mehr.


    Über Weihnachten und Anfang Januar habe ich mich an die Restarbeiten an der Front gemacht. Angefangen habe ich mit ein paar baujahrsbedingten Änderungen am linken Radkasten, danach habe ich dann die Front auf ´75 umgebaut. Es war zwar schon eine originale VW in grau mit Audi NSU Aufkleber, aber trotzdem zu jung für mein Auto. Zum einen ist da das Schließblech, das ´75 einen Zwitter darstellt zwischen 74er Messingkühler-Front und und der späteren Ausführung mit den Gummipuffern für den Kunststoffkühler und dessen Haltebügel. Und zum anderen fehlt natürlich das vierte Lüftungsloch über der Stoßstange.


    Für das Schließblech hatte ich glücklicherweise ein altes herausgetrenntes 74er Blech, aus dem ich mir die entsprechenden Partien herausschneiden konnte und in meine dann stumpf eingeschweißt habe. Hört sich auch einfacher an als es ist, aber ich denke das Ergebnis geht in Ordnung.


    Für das vierte Loch hatte ich mir schon vor langer Zeit mal eins aus einer Schrott-Front herausgetrennt. Ursprünglich wollte das komplett stumpf einschweißen, habe mich dann aber dazu entschossen in der oberen Hälfte die vorhandene Stanzung zu verwenden und nur weiter zu bördeln und in der unteren Hälfte dann das besagte Teil einzuschweißen. Aber nun lass ich wieder die Bilder sprechen.

    Hallo,


    erstmal ein frohes neues Jahr und alles Gute in die Runde !


    Ich möchte in die Diskussion mal ein paar Gedanken einbringen, insbesondere an DerbyLS.


    Thema Alltagstauglichkeit. Basti hat es ja auch schon angedeutet, und ich kann es aus Erfahrung nur bestätigen. Ich bin mit meinem 75er Polo mit HA Motor über 300.000 km gefahren. Im Alltag, Sommer und Winter. Bedingungslos. Ich habe NIE eine Panne oder einen Motordefekt gehabt, außer einem LiMa Schaden bei etwa 290.000. Der Polo ist IMMER einwandfrei angesprungen, egal ob bei -20° unter der Laterne oder bei 40° in Südfrankreich. Mit originaler Kontaktzündung, Vergaser und Choke. Voraussetzung dafür? Eine große Wartung im Jahr, also etwa alle 15 - 20.000 km. Ventile einstellen, Zündung einstellen und ggf. neue Kontakte. Das war´s. Wofür so einen mega-Umbau machen ? Sicher nicht um Alltagstauglichkeit zu bekommen. Und auch die Bremsen haben mich NIE in eine brenzlige Situation gebracht, ganz im Gegenteil. Die Scheibenbremsen, so klein sie auch dimensioniert sind, haben aus meiner Erfahrung heraus leichtes Spiel mit den rund 7-800kg eines 1er Polos mit Fahrer.


    Noch ein Gedanke. Momentan restauriere ich diesen Polo - siehe anderer thread. Ich werde ihn 100%ig original wieder aufbauen, und zwar aus zwei Gründen. Erstens weiß ich daß das Auto so wie es ist einwandfrei funktioniert. Und zweitens weiß ich daß ich so jederzeit problemlos ein H bekomme wenn ich möchte. Dann existieren keine Umweltzonen mehr, dann ist alles frei. Und: Wer garantiert Dir, daß es in absehbarer Zeit nicht eine blaue, pinke oder sonstwas für eine Plakette gibt, die dann nur noch Euro6 oder sonstwas freie Fahrt gibt? Die freie Fahrt für´s H wird dann bleiben, allerdings dürftest Du mit einem solchen Umbau dann keine H Abnahme mehr bekommen, weil das Auto nicht mehr original ist.


    Und noch eins. Der Marktwert eines Oldtimers wird im Originalzustand immer am höchsten sein - egal wie gut so ein Umbau auch gemacht ist.


    Und davon abgesehen liegt doch der Reiz in der Oldtimerei gerade darin sich mit der alten Technik auseinander zu setzen und damit zu fahren. Ich finde gerade die äußerst simple Technik dieser Autos macht sie so besonders und auch so interessant. Wenn man einen AAU/AAV haben möchte, warum dann nicht gleich das entsprechende Auto nehmen und restaurieren ? Auch dafür gibt´s dann ein H ....


    Beste Grüße, Ansgar

    Moin,


    Fuhrpark aktuell:


    Passat 3B TDI Familien-Alltagsauto. Extrem gut, extrem sparsam. Arbeitstier ohne jegliche Kompromisse. Aktuell 420.000 gelaufén.

    W124 T-Modell 250 Diesel. Mein Sommer-Alltagsauto. Perfekter Zustand, deshalb kein Winterbetrieb. 245.000 gelaufen

    Golf 3 Variant TDI. Alltagsauto meiner Frau. Noch sparsamer als der Passat, <5l im Jahresmittel. 250.000 gelaufen

    Kadett B von ´72, seit´75 Familienauto meiner Kindheit / Jugend. Wartet auf Aufarbeitung, 270.000 gelaufen

    Polo1 Standard von ´75. Mein erstes Auto, seit ´78 in der Familie. Restauriere ich gerade - siehe anderer thread. 308.000 gelaufen

    DKW RT200 von ´51, Motorrad meines Vaters. Seit ´54 in der Familie, 100.000 gelaufen


    LG und frohe Weihnachten an alle !

    Hallo, ich suche noch für die Restaurierung meines 75er Standards die Knotenbleche hinten rechts und links, die den Querträger mit den Längsträgern verbinden. Daran sind auch die "Augen" für die Bremsschläuche. Der 2F müßte meines Wissens nach auch diese Bleche haben, der 86C hat sie zumindest. Würdet Ihr diese Bereiche auch raustrennen ?

    Darum geht es:

    Vielen Dank schon mal !