Beiträge von Mail Man G40

    Weswegen ich nach dem Kerzenbild gefragt habe: anhand der Zündkerzen kann man weit mehr ablesen als Hinweise zum Gemisch. Ebenso wichtig sind Hinweise zur Gleichmäßigkeit der Zylinder und Rückstände, z.B. von mitverbranntem Öl. Wie immer geht es grundsätzlich darum, die richtige Frage zu stellen und die lautet nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand nicht "warum läuft der Motor zu fett?" sondern "woher kommt der Niederschlag auf dem Heck?" Dass es sich dabei um Benzin handelt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Zum einen würde Benzin bei den aktuellen Temperaturen recht schnell verfliegen und entsprechend riechen, außerdem würde -wenn es durch die Abgasanlage käme- wahrscheinlich durch Knallen bei Rückzündungen bemerkbar machen. Mal ganz davon ab, dass das Wunderding Breitband-Lambda dazu etwas anzeigen würde. Allenfalls wäre eine Undichtigkeit der Kraftstoffanlage nach außen zu prüfen, denn das würde sich am Unterboden entlang ziehen und dann auf der Heckklappe niederschlagen - aber das wäre sicher schon aufgefallen, denn Matze kennt sein Auto sicher sehr genau. Das Gleiche gilt auch für Ölundichtigkeiten nach außen (z.B. Ölkühler, Zweigstellen für Öldrucksensoren etc.) denn dann wäre der Unterboden verschmiert und hätte mit angelöstem Unterbodenschutz (meines Wissens in diesem Fall TimeMAX) eine wilde Sauerei hinterlassen.
    Nach diesem vorläufigen Ausschluss stehen hier mögliche Ursachen aufgelistet. Jetzt ist eben die Frage, woher das kommt und wie man effektiv vorgeht. Statt wild alles auseinander zu schrauben, würde mich aus oben genannten Gründen das Kerzenbild interessieren - wenn z.B. eine Kerze vom Bild her abweicht, wäre ein womögliches Ölproblem auf einen einzigen Zylinder begrenzt und damit der G-Lader als Ursache ausgeschlossen. Wenn der Lader eine innere Undichtigkeit hat, merkt man das am Ölverbrauch. Ein "halbes Pinneken" Öl im Ladeluftkühler ist normal und sammelt sich über die Zeit (!) aus dem ebenfalls normalen Ölnebel, der aus der KGE aufsteigt. Wenn allerdings der LLK vor 4.500km komplett sauber war und jetzt schon absäuft, dann liegt da was im Argen. Auch oder gerade einen neu aufgebauten Motorblock würde ich keineswegs ausschließen; nicht bei dem Mist, der zum Teil abgeliefert wird und dann muss nicht die KGE selber die Ursache sein. Aber ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen.

    Bei den schwarzen Punkten handelt es sich um Öl oder Benzin. kann man verschmieren.

    Dann heißt das Symptom nicht mehr „Motor läuft zu fett“ sondern „Motor wirft Öl“.


    Ursache kann der Lader sein, muss aber nicht. Du gibtst an, Schmiedekolben verbaut zu haben. Dann wäre der Motorblock selber auch eine mögliche Ursache- sei es an den Kolben selber vorbei oder über die KGE durch zu hohen Druck im Kurbelgehäuse.

    Nach meiner Erfahrung wird der Leck-Test nur erfolgreich durchlaufen, wenn der Schlauch und die Sonde angeschlossen sind und die Sonde (wie beschrieben) zunächst offen ist, zu Beginn des Testes (Pumpe läuft an) verschlossen wird. Der "Trick" mit dem Zudrücken des Geräteanschlusses mit dem Finger oder Abknicken des Schlauches nahe des Geräteanschlusses wird offensichtlich erkannt.
    Meine Geräte vollziehen bei einem Unterdruck von 780mbar den Test erfolgreich.
    Aufgrund des Alters sind die Schläuche in den Geräten porös und hart, sie lösen sich regelrecht auf. Ich empfehle eine optische Kontrolle (gerät aufschrauben). Geeignete Schläuche gibt es im Aquaristik-Zubehör - aber Vorsicht: nicht LUFTschlauch, sondern den für CO2-Düngeanlagen verwenden. Wenn das nicht hilft, ist wahrscheinlich die Pumpe hinüber.

    Beim B&B bleiben die Querlenker unverändert, die vorderen Gummis müssen auf den größeren Querschnitt angepasst sein. Ich verwende dort die schwarzen Powerflex und alles zusätzlich in Verbindung mit dem Triebwerkunterschutz. Noch härtere Lager und Stabi festklemmen kommt für mich nicht in Frage.

    Bei den meisten Käufern werden Kopf und Herz zu Rate gezogen, Grundvoraussetzung ist aber (fast) immer, dass der geforderte Kaufpreis auch als freies Barvermögen vorhanden ist. Der 2er G40 hat den Nachteil, dass es in der Preisklasse Fahrzeuge mit mehr Fahrspaß gibt - als Beispiel: Fiat X1-9. Ein Vorteil ist, dass speziell der 2er G40 von Anfang an selten und besonders war und durchaus in der starken GTI-Szene einen Ruf hat. Aktuell passiert es, dass viele ihren (unerfüllten) Jugendtraum erfüllen oder das Fahrzeug der Jugend "zurück" holen - das sieht man am Altersdurchschnitt der Eigentümer. G40-Fahrer U30 sind mir nur wenige bekannt, Ü40 dafür umso mehr. Wenn jüngere den G40 überhaupt noch kennen, dann finden die den in der Regel ziemlich cool - aber wenn man für kleines monatliches Geld einen flammneuen GTI leasen kann - wer spart da schon auf einen Oldtimer mit Problemen bei der Teileversorgung?

    Die Württhembergische Oldtimerversicherung ist ebenfalls angenehm unkompliziert und die Tarife passen. Auch ein VW Polo ohne Wertgutachten ist kein Problem - wenn man ein Gutachten hat, ist das noch besser (gerade für die Kasko) - aber es bleibt bis zu einer gewissen Grenze optional. Einschränkungen gibt es kaum - es muss (wie AFAIK bei allen Oldtimerversicherungen) ein Alltagsfahrzeug vorhanden sein und der Oldie darf kein "Laternenparker" sein, ansonsten sind auch ein paar tausend Kilometer Jahreslaufleistungen machbar und damit kann man den Wagen schon recht intensiv nutzen.

    Jens, wir müssen wohl mal wieder telefonieren. Aber die Antwort vorweg: man kann die 1788 überlisten. Kalibrierungsphasen von über 1 Jahr sind möglich - und ganz ehrlich - die Kosten für Sensor, Gas und Feinfilter trotzdem überschaubar. Natürlich ist das eine Grundsatzentscheidung, wenn man das Ding allenfalls ca. alle 2 Jahre mal benutzt, um vor der HU auf Nummer sicher zu gehen.

    Mit -35er Federn liefert Bilstein im B12 schon B8-Dämpfer, also schon gekürzte. Nach meiner Erfahrung geht -25 bis -35 noch mit B6 (Serienlänge), weiter drunter geht es nur mit gekürzten Dämpfern.

    Grundsätzliche Erfahrung: für Eibach oder H&R würde ich keine Partei ergreifen wollen, beides offenbar top. Von den Bilstein-Dämpfern (Gasdruck) bin ich restlos überzeugt und möchte gar keinen Vergleich mehr antreten - daher fahre ich die inzwischen in so ziemlich allen Fahrzeugen in verschiedenen Setups.

    Willkommen im Polomagazin - ich war einer von denen, die Dich hierhin verwiesen haben.

    Wie schon "drüben" geschrieben ist der 1.1er keine allzu tolle Basis, hat weder Hubraum noch Verdichtung. Aber ein bisschen was geht immer.

    Auf der Abgasseite kann man Krümmer und Hosenrohr vom 2er G40 ohne Kat nehmen. Einfacher zu bekommen ist wahrscheinlich ein Fächerkrümmer, der muss aber eingetragen werden und kann -sofern H-Zulassung ein Parameter ist- zum Störfaktor werden. Bei der restlichen AGA hast Du im Golf mehr Möglichkeiten als die Polo-Fahrer hier.

    Wie auch schon drüben geschrieben ist eine saubere Einstellung beim Schlepphebel-Motor der Schlüssel zur Leistung. Wenn von den 50 PS noch welche fallen gelassen werden, merkt man das. Das schließt ein: Schließwinkel/Zündwinkel prüfen/einstellen, Ventilspiel einstellen, Motorzustand prüfen (Kompressionstest).

    Ja, die Haube hat Ringösen und man kann sie quasi immer drauf lassen. Ich habe die Ringösen noch jeweils mit Kabelbindern gesichert; wenn der Hänger ständig draußen steht, würde ich da ein Drahtseil o.ä. durchziehen, damit das nicht so leicht geklaut wird.